Cubism by Picasso and Braque (Paris, France — 1907)

Pablo Picasso, mit sechsundzwanzig Jahren, stand vor „Les Demoiselles d'Avignon“, einem Gemälde, das alle Konventionen missachtete. Im Jahr neunzehnhundertsieben geschaffen, markierte es eine radikale Abkehr von der traditionellen Kunst. Das Gemälde, das acht Fuß im Quadrat misst, befindet sich im Museum of Modern Art in New York. Seine fragmentierten Figuren und vielfältigen Perspektiven entfachten eine Revolution. „Das ist nicht nur ein Gemälde, es ist eine Herausforderung“, murmelte Picasso, seine Augen spiegelten die chaotische Energie der Leinwand wider. „Wir müssen Formen aufbrechen, um sie wirklich zu sehen.“ Kunstfakt: „Les Demoiselles d'Avignon“ schockierte die Betrachter zunächst, wird aber heute als das proto-kubistische Werk angesehen, das die traditionelle Darstellung zerschlug.

Picasso und Braque besuchten das ethnographische Museum im Palais du Trocadéro in Paris. Sie waren fasziniert von der Kraft und den abstrakten Formen afrikanischer Masken. Die Masken offenbarten eine neue Art, die menschliche Figur darzustellen. „Schau, Pablo“, rief Braque aus und zeigte auf eine Fang-Maske aus Gabun. „Sie versuchen nicht, die Realität nachzubilden. Sie erfassen ihr Wesen.“ Kunst-Fakt: Der Einfluss afrikanischer Kunst auf den Kubismus befreite europäische Künstler von traditionellen darstellerischen Zwängen.

Die Kunstwelt erholte sich noch immer vom Tod Paul Cézannes. Seine Betonung geometrischer Formen und multipler Blickwinkel beeinflusste Picasso und Braque zutiefst. Sie sahen ihn als Vorläufer ihrer eigenen Experimente. „Cézanne zeigte uns, dass alles in der Natur nach dem Würfel, der Kugel und dem Kegel modelliert werden kann“, erklärte Picasso und skizzierte wütend in seinem Notizbuch. „Er hat die Tür aufgeschlossen.“ Kunstfakt: Cézannes Betonung von Form und Struktur bildete eine entscheidende Grundlage für die Entwicklung des Kubismus.

Picasso und Braque arbeiteten intensiv zusammen in Paris und in Braques Atelier in L'Estaque, Südfrankreich, oft malten sie dieselben Motive aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln. Diese Zusammenarbeit war ein entscheidendes Element bei der Geburt des Kubismus. „Schau, Pablo, ich versuche, das Objekt aus jedem Blickwinkel gleichzeitig einzufangen“, erklärte Braque und gestikulierte auf seine Leinwand. Picasso erwiderte: „Wir müssen wie Brüder in der Kunst werden.“ Kunstfakt: Die enge Zusammenarbeit von Picasso und Braque förderte einen Geist des Experimentierens und der gegenseitigen Beeinflussung, der den frühen Kubismus prägte.

Der Analytische Kubismus entstand als erste Phase, gekennzeichnet durch monochrome Paletten und die Fragmentierung von Objekten. „Häuser in L'Estaque“, gemalt von Braque, ist ein Beispiel für diesen Stil. Braque sagte: „Die festen Regeln der Perspektive wurden beiseitegeschoben. Das Bild hörte auf, eine Reproduktion zu sein, es wurde eine Darstellung.“ Kunstfakt: Der Analytische Kubismus zielte darauf ab, die Essenz von Objekten durch geometrische Fragmentierung und gedämpfte Farben zu zerlegen und darzustellen.

Es folgte der Synthetische Kubismus, der Collage und hellere Farben integrierte. Picassos „Stillleben mit Stuhlflechterei“ markierte diesen Wandel und führte reale Texturen in die Leinwand ein. „Wir versuchen nicht mehr, das Auge zu täuschen“, erklärte Picasso und drückte ein Stück Wachstuch auf die Leinwand. „Wir präsentieren die Realität selbst!“ Kunstfakt: Der Synthetische Kubismus umfasste Collage und hellere Farben und entwickelte sich zu einer dekorativeren und zugänglicheren Form des Kubismus.

Der Kubismus spaltete die Kritiker; einige feierten ihn als revolutionär, andere taten ihn als unverständlich ab. Der Salon d'Automne in Paris wurde zu einem Schlachtfeld der künstlerischen Debatte. Der Kritiker Louis Vauxcelles schrieb: „Monsieur Braque ist ein sehr wagemutiger junger Mann. Es ist schwer, sich nicht von der kubistischen Reduktion beunruhigen zu lassen.“ Kunstfakt: Der radikale Bruch des Kubismus mit der Tradition löste heftige Debatten aus und stellte etablierte Vorstellungen künstlerischer Darstellung in Frage.

Der Erste Weltkrieg störte die kubistische Bewegung und trennte Picasso und Braque. Braque diente in der französischen Armee, und seine Erfahrungen beeinflussten sein späteres Werk zutiefst. „Wie Pablo Picasso einmal tiefgründig feststellte: ‚Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt‘“, sagte Georges Braque zu seinem Kameraden und dachte darüber nach, wie man Schönheit inmitten des Chaos finden kann. Kunstfakt: Das Trauma des Ersten Weltkriegs beeinflusste die Entwicklung des Kubismus und prägte die künstlerische Vision seiner Schlüsselfiguren.

Trotz seiner Herausforderungen veränderte der Kubismus unwiderruflich den Lauf der modernen Kunst. Sein Einfluss erstreckte sich auf Architektur, Skulptur und Design und inspirierte Generationen von Künstlern. „Ein Kunstkritiker, der eine kubistische Skulptur betrachtet, bemerkt: „Sie haben unsere Sichtweise verändert. Wir sehen die Welt jetzt anders.““ Kunstfakt: Der innovative Ansatz des Kubismus in Bezug auf Form und Perspektive inspiriert und beeinflusst weiterhin Künstler verschiedener Disziplinen.

Heute bleibt der Kubismus ein Eckpfeiler der modernen Kunstgeschichte, gefeiert für seinen revolutionären Geist. „Les Demoiselles d'Avignon“ und Braques kubistische Landschaften faszinieren weiterhin das Publikum im MoMA und in anderen Museen weltweit. Picassos Vision lebt weiter und fordert uns heraus, die Welt neu zu sehen. „Das Wichtigste ist, sich zu bewegen, zu lieben, zu hoffen, zu zittern, zu leben“, sagte Pablo Picasso einmal. Sein Werk bewegt uns weiterhin, regt zum Nachdenken an und inspiriert uns. Kunstfakt: Das Erbe des Kubismus lebt fort, sein revolutionärer Geist inspiriert und fordert Künstler und Betrachter gleichermaßen heraus.