Don Giovanni by Wolfgang Amadeus Mozart (Prague — 1787)

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Wolfgang Amadeus Mozart, einunddreißigjährig, blickt auf die erste Aufführung seiner Oper Don Giovanni in der Wolkenstadt Prag, im Jahr siebzehnhundertachtundachtzig. Das ätherische Opernhaus schimmert, ein Leuchtfeuer am Himmel. Er spürt die Last der Erwartung, den Höhepunkt monatelanger fieberhafter Arbeit. „Heute Abend, Prag, werden wir etwas wahrhaft Außergewöhnliches erleben“, murmelt Mozart und rückt seine Krawatte zurecht. „Eine Oper, die zwischen Himmel und und Hölle tanzt.“ Kunstfakt: Don Giovanni, K. fünfhundertsiebenundzwanzig, wurde am neunundzwanzigsten Oktober siebzehnhundertachtundachtzig in Prag uraufgeführt. Mozart betrachtete sie als „dramma giocoso“, eine Mischung aus Opera seria und Opera buffa. Die Oper wird heute auf über dreißig Millionen geschätzt und weltweit aufgeführt.

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Der junge Mozart, ein Wunderkind in Salzburg, stolpert über ein reisendes Puppentheater. Die Geschichte von Don Juan, einem legendären Frauenhelden, entfaltet sich vor seinen großen Augen. Die Samen der Inspiration werden gesät und vermischen sich mit den Melodien, die bereits in seinem Kopf wirbeln. „Schau, Wolfgang!“, ruft seine Schwester Nannerl und zeigt auf die Bühne. „Dieser Schurke, Don Juan, ist schon wieder dabei!“ Kunstfakt: Die Geschichte von Don Juan wurde von zahlreichen Künstlern interpretiert, darunter Molière, Tirso de Molina und Lord Byron. Mozarts Oper gilt als eine der maßgeblichsten Interpretationen.

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Mozarts Vater, Leopold, ein strenger Lehrmeister, treibt ihn unerbittlich an. Üben, Theorie, Komposition – das junge Genie leidet unter dem Druck. Doch Leopolds Disziplin legt den Grundstein für Mozarts außergewöhnliche Technik. „Wolfgang, noch einmal!“, donnert Leopold, seine Stimme hallt durch den Übungsraum. „Dieses Allegro muss knackiger, präziser sein!“ Kunstfakt: Leopold Mozart war selbst Komponist und Geiger. Er erkannte das Genie seines Sohnes früh und widmete sein Leben dessen Förderung.

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In Wien sichert sich Mozart die Schirmherrschaft von Gräfin Thun. Sie beauftragt Opern, bietet Unterstützung und führt ihn in die Elite der Stadt ein. Ihr Einfluss verschafft ihm die finanzielle Stabilität, die er dringend benötigt. „Herr Mozart“, sagt die Gräfin, ihre Stimme sanft wie Seide, „Ihr Talent ist unbestreitbar. Ich werde dafür sorgen, dass Wien Ihr Genie anerkennt.“ Kunstfakt: Gräfin Thun war eine prominente Persönlichkeit in der Wiener Gesellschaft und eine leidenschaftliche Förderin der Künste. Ihre Schirmherrschaft war entscheidend für Mozarts frühen Erfolg.

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Lorenzo Da Ponte, ein charismatischer und skandalöser Librettist, wird Mozarts Kollaborateur. Da Pontes Worte beflügeln Mozarts Fantasie und formen die komplexen Charaktere und die dramatische Handlung von Don Giovanni. „Wolfgang, mein lieber Freund!“, ruft Da Ponte aus, seine Augen zwinkernd. „Ich habe eine Geschichte von Verführung, Verrat und göttlicher Vergeltung geschaffen. Es wird großartig werden!“ Kunstfakt: Lorenzo Da Ponte schrieb auch die Libretti für Mozarts Die Hochzeit des Figaro und Così fan tutte. Sein skandalöses Leben spiegelte oft die Charaktere wider, die er schuf.

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Der Tod des Komtur, Don Giovannis Opfer, verfolgt Mozarts Oper. Die geisterhafte Statue, ein Symbol göttlicher Gerechtigkeit, erschreckt den Libertin. Mozart kanalisiert seine eigenen Ängste in diese erschreckende Figur. „Der Komtur…“, flüstert Mozart, ein Schauer läuft ihm über den Rücken. „Er repräsentiert die unausweichlichen Konsequenzen unserer Handlungen.“ Kunstfakt: Der Auftritt des Komtur im letzten Akt ist einer der dramatischsten und furchterregendsten Momente der Oper. Er stellt die ultimative Abrechnung für Don Giovannis Sünden dar.

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Prag empfängt Mozart und seine Oper mit offenen Armen. Das Publikum der Stadt, müde von vorhersehbaren Dramen, sehnt sich nach Innovation und Leidenschaft. Ihr Enthusiasmus beflügelt Mozarts Kreativität. „Prag versteht mich“, ruft Mozart aus, sein Gesicht strahlend. „Sie schätzen die Tiefe und Komplexität meiner Musik.“ Kunstfakt: Prag war die erste Stadt, die Mozarts Genie wirklich zu schätzen wusste. Die Hochzeit des Figaro war dort ein Riesenerfolg, bevor sie in Wien Erfolg hatte.

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Mozart komponiert die letzte Szene des Don Giovanni, den Abstieg in die Hölle. Die Musik ist wild, chaotisch und furchterregend. Er treibt sich an den Rand des Möglichen und kanalisiert die dunkelsten Ecken menschlicher Erfahrung. „Diese Musik... sie verzehrt mich!“, ruft Mozart, seine Hände fliegen über die Tasten. „Es ist der Klang der Verdammnis!“ Kunstfakt: Der Abstieg in die Hölle gilt als eine der kraftvollsten und innovativsten Szenen der Oper. Sie stellt die ultimative Konsequenz von Don Giovannis unmoralischem Leben dar.

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Am Vorabend der Premiere wird Mozart von Angst geplagt. Wird Prag seine neue Oper annehmen? Wird das Publikum seine Vision verstehen? Er erinnert sich an die Worte Senecas: „Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.“ „Werden sie verstehen?“, fragt sich Mozart, während er auf und ab geht. „Seneca sagte: ‚Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.‘ Aber was, wenn dies nur… ein Ende ist?“ Kunst-Fakt: Mozart litt trotz seines immensen Talents oft unter Angstzuständen und Selbstzweifeln. Er wurde von einem ständigen Bedürfnis angetrieben, Neues zu schaffen und zu innovieren.

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Heute fasziniert Don Giovanni weiterhin das Publikum weltweit. Mozarts Genie überwindet Zeit und Raum, seine Musik hallt durch die Zeitalter. Seine Auseinandersetzung mit Moral, Verführung und göttlicher Gerechtigkeit bleibt ewig relevant. „Jahrhunderte später reflektieren Tao und Vivaan über das bleibende Erbe von Don Giovanni.“ Kunst-Fakt: Don Giovanni wird jedes Jahr in Opernhäusern auf der ganzen Welt aufgeführt. Es bleibt eines von Mozarts beliebtesten und beständigsten Werken.