Bartholomew's Bottomless Bucket of Boogers
„Bartholomew, nicht schon wieder!“, quiekte Penelope und wich einem glitzernden Klecks aus. Bartholomew, auf dem wackeligen Heuhaufen thronend, kicherte unkontrolliert. „Aber Penny, es ist ein bodenloser Eimer!“, rief er und hob den Eimer hoch, der überquoll mit schimmernden, smaragdgrünen Popeln. Ein verirrter Klecks landete genau auf Percy dem Schwein, das verwirrt angewidert grunzte, den Kopf schüttelte und eine nahe Gans bespritzte, die laut schnatterte.
„Wo hast du das Ding überhaupt her?“, fragte Penelope und wischte sich einen Schmutzfleck von der Wange. Bartholomew sprang vom Heuhaufen, der Eimer schwappte immer noch gefährlich. „Vom Dachboden des alten Fitzwilliam!“, verkündete er. „Er sagte, es sei der Schnupfen-Eimer seines Ur-Ur-Großvaters gewesen, für wenn er sich krank fühlte!“ Der Eimer war gewöhnliches, angelaufenes Metall, abgesehen von einer winzigen Rune, die nahe am Griff eingraviert war – eine Spirale, die unendlich nach innen zu wachsen schien.
„Ein Schnupfen-Eimer? Das ist ja ekelhaft!“, rief Penelope und rümpfte die Nase. „Aber… bodenlos?“ Bartholomew nickte eifrig. „Fitzwilliam sagte, er sei noch nie geleert worden. Er warnte mich, dass er nicht zum Behalten sei, nur zum Anschauen! Aber mir ist langweilig! Wir brauchen ein Abenteuer!“ Penelope hielt inne und überlegte. „Nun, wie der große Aristoteles sagte: ‚Der höchste Wert des Lebens hängt von Bewusstsein und der Kraft der Kontemplation ab, eher als vom bloßen Überleben.‘ Wenn wir schon den ganzen Tag auf diesem Bauernhof festsitzen, können wir genauso gut über bodenlose Popel nachdenken!“
„Also gut, Abenteuer ist es!“, erklärte Penelope. „Aber wo fangen wir überhaupt an mit einem Eimer voll unendlichem Rotz?“ Bartholomew grinste und hob den Eimer. „Die Flüsternden Wälder, natürlich! Die Legende besagt, dass dorthin alle verlorenen Dinge gehen! Vielleicht können sie all das hier verschlucken…“ Er schauderte. Als sie sich den Wäldern näherten, schwirrte ein Schwarm kichernder Elfen um ihre Köpfe. „Iiiiiihhh! Rotz!“, kreischten sie und wichen dem Eimer aus.
Die Flüsternden Wälder machten ihrem Namen alle Ehre, die Blätter der Bäume raschelten mit unheimlichem Geflüster. „Das gefällt mir nicht…“, murmelte Penelope und klammerte sich an Bartholomäus’ Ärmel. Plötzlich verschwand der Pfad, verschluckt von einem dicken, gallertartigen Klumpen. War das… Popel? Aber… blau? Bartholomäus stocherte vorsichtig mit einem Stock hinein. „Woah! Es ist… glitzernd! Anscheinend nutzen die Bäume blaue Popel als Nährstoffe!“
„Nährstoffe?“, quiekte Penelope. „Warum sterben dann die Bäume? Schau!“ Vor ihnen war der Wald mit braunen, verdorrten Bäumen übersät. Ihre Blätter waren spröde und zerbröselten. Ein traurig aussehender Gnom steckte seinen Kopf hinter einer knorrigen Wurzel hervor. „Der Große Schnüffler hat die Magie des Waldes gestohlen!“, jammerte er, Tränen strömten über sein Gesicht. „Er hortet den ganzen guten Rotz, und jetzt ist unser Wald dem Untergang geweiht!“
„Der Große Schnüffler?“, fragte Bartholomäus. „Wer ist das?“ Der Gnom schniefte. „Ein schreckliches Biest, das in den Rotz-Sümpfen lebt! Er stiehlt Popel, um seine eigene Macht zu stärken! Aber Vorsicht, er besteht vollständig aus Popeln!“ Penelope trat vor. „Wir haben einen bodenlosen Eimer voller Popel!“, erklärte sie. „Vielleicht können wir ihn aufhalten!“ Bartholomäus nickte. „Team Rotztrupp, versammelt euch!“
Die Rotz-Sümpfe waren noch schlimmer, als sie es sich vorgestellt hatten – blubbernde Pfützen aus grünem Schleim und ein widerlich süßer Gestank. Plötzlich tauchte eine riesige Gestalt aus wirbelndem Popel auf. Es war der Große Schnüffler! „Ihr wagt es, mein Reich zu betreten?“, donnerte er, seine Stimme ein nasses, schmatzendes Geräusch. Bartholomew trat vor und hielt den Eimer hoch. „Wir haben einen unbegrenzten Vorrat an Popeln!“, verkündete er. „Jetzt ist unsere Zeit gekommen, unser Wissen über alte Weisheit zu nutzen!“ Als Bartholomew sich dem riesigen Rotz-Monster nähert, erinnert sich Penelope an das Symbol, das den bodenlosen Eimer zierte, und daran, was alte Weisheit für die früheren Besitzer des Eimers bedeutete, und rezitiert: „Die einzige wahre Weisheit besteht darin zu wissen, dass man nichts weiß“, wobei sie sich an die mächtigen Worte des großen Sokrates erinnert.
Bartholomew erinnerte sich an das, was Fitzwilliam ihm gesagt hatte, und schleuderte den Inhalt des Eimers direkt in das klaffende Maul des Großen Schnüfflers. Die Popel aus dem bodenlosen Eimer waren keine gewöhnlichen Popel, sondern statt Rotz waren es Erinnerungen all der früheren Besitzer! Überwältigt von diesen Gefühlen schrumpfte der Große Schnüffler, bis er nichts weiter als eine Pfütze grünen Schleims war. Die Magie des Waldes kehrte zurück, die Bäume trieben grüne Blätter aus.
„Wir haben es geschafft!“, jubelte Penelope. Bartholomew grinste und wischte sich die Stirn. „Es stellt sich heraus, dass sogar Popel den Tag retten können!“ Der Gnom tauchte hinter einem frisch grünen Baum hervor. „Danke, tapfere Abenteurer! Ihr habt unser Zuhause gerettet!“ Bartholomew sah Penelope mit nachdenklichem Ausdruck an. „Ich schätze, manchmal muss man einfach den Rotz umarmen!“