Elara and the Kind Dragon's Secret

Elara and the Kind Dragon's Secret — cover Elara and the Kind Dragon's Secret — page 1

Elara hüpfte über die purpurroten Dünen, ihr Lachen hallte in der bemalten Wüste wider. „Beeil dich, Pip! Die schimmernden Pools sind hier entlang!“ Ihr Fuchsgefährte, Pip, jaulte aufgeregt und sprang voraus, sein Schwanz ein orangefarbener Schleier vor dem violetten Sand. Die Luft schmeckte nach Sternenstaub und flüsterte Geheimnisse, die nur sie verstehen konnten. Sie suchten nach dem legendären Sonnenstein, dem die Magie der Wüste innewohnen sollte.

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„Schau, Elara!“, bellte Pip und stupste mit seiner Nase eine seltsame, irisierende Schuppe an. Sie schimmerte in allen Farben der Wüste. Elara hob sie auf und untersuchte sie genau. „Sie fühlt sich warm an, fast lebendig!“, rief sie aus. Eine alte Inschrift war darauf eingraviert. „Ich kann diese Sprache nicht lesen“, seufzte sie. Pip neigte den Kopf und bemerkte eine winzige, fast unsichtbare Markierung in Form eines Sternbildes.

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„Wir müssen jemanden finden, der das entziffern kann“, beschloss Elara und steckte die Schuppe vorsichtig in ihren Beutel. Gerade dann tauchte eine ausgemergelte Wüstennomadin, Zara, wie aus dem Nichts auf, reitend auf einer Sandechse. „Sucht ihr Wissen, nicht wahr?“, kicherte Zara. „Wie Leonardo da Vinci sagte: ‚Lerne zu sehen. Erkenne, dass alles mit allem anderen verbunden ist.‘ Vielleicht verbindet euch diese Schuppe mit etwas Größerem!“ Elara und Pip tauschten aufgeregte Blicke.

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„Ich kann euch beim Übersetzen helfen“, bot Zara an und stieg von ihrer Sandechse. „Aber zuerst müsst ihr euren Wert beweisen. Durchquert den Flüstercanyon, aber nehmt euch in Acht – seine Illusionen können selbst das tapferste Herz täuschen.“ Pip wimmerte und versteckte sich hinter Elaras Beinen. „Illusionen? Was für welche?“, fragte Elara, ihre Stimme zitterte leicht. Zara lächelte nur geheimnisvoll. „Der Canyon zeigt euch, was ihr am meisten fürchtet.“

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Der Flüstercanyon schlängelte sich vor ihnen, die Wände hallten wider von gespenstischem Flüstern. Plötzlich verschwand der Weg vor ihnen und wurde ersetzt durch eine Vision von Elaras verlassenem, vom Sand verschlungenen Dorf. „Es ist… es ist mein Zuhause!“, keuchte sie, Tränen stiegen ihr in die Augen. Pip stupste ihre Hand an. Er sah kein zerstörtes Dorf, sondern einen schwachen, schimmernden Pfad, der unter der Illusion verborgen war. Er bellte eindringlich und zeigte mit seiner Nase.

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„Du hast recht, Pip! Es ist nicht echt!“, erklärte Elara und wischte sich die Tränen weg. Sie konzentrierte sich auf Pips entschlossenen Blick und sah den schwachen, schimmernden Pfad. Als sie vorwärts gingen, flackerte die Illusion und löste sich auf, wodurch der wahre Pfad sichtbar wurde. Plötzlich brach ein riesiger Sandwurm aus dem Boden hervor und versperrte ihnen den Weg, seine Kiefer schnappten mit einem furchterregenden Brüllen zu. Pip jaulte und kletterte auf Elaras Schulter.

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„Wir können es nicht bekämpfen!“, rief Elara über das Brüllen des Wurms. „Denk nach, Pip, denk nach!“ Pip erinnerte sich an die Konstellationsmarkierung auf der Schuppe. Er bellte und zeigte mit der Nase zum Nachthimmel, der an den Canyonwänden abgebildet war. „Die Sterne!“, erkannte Elara. „Die Schwäche des Wurms!“ Sie zog ihre Lupe heraus und bündelte das Sonnenlicht auf die Konstellationsschnitzerei, wodurch ein Lichtstrahl entstand.

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Der Lichtstrahl traf den Sandwurm, woraufhin dieser sich vor Schmerz krümmte. „Das Sternbild! Es ist seine Schwäche!“, rief Elara. Der Wurm schlug heftig um sich und erzeugte einen Sandsturm, doch das Licht hielt stand. Sie erinnerte sich an die Schuppe, die Zara sie hatte übersetzen lassen. Jetzt war ihre Chance. Der Sonnenstein war so nah. Mit einem letzten, qualvollen Kreischen sank der Sandwurm zurück in die Erde und hinterließ einen freien Weg. „Wir haben es geschafft, Pip!“, rief sie aus. Der Sand verschob sich und gab einen verborgenen Gang frei.

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Nachdem sie der Passage gefolgt waren, erreichten sie eine Höhle voller schimmernder Kristalle. In der Mitte, auf einem Podest ruhend, lag der Sonnenstein, der Wärme und Licht ausstrahlte. „Er ist wunderschön!“, flüsterte Elara voller Ehrfurcht. „Aber wie aktivieren wir ihn?“ Zaras Stimme hallte wider: „Die Waage hält den Schlüssel!“ Elara holte die Waage heraus. Jetzt verstand sie die Markierung! Sie zeigte eine Abfolge von Kristallen, die man berühren musste. Sie folgte der Abfolge.

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Als Elara den letzten Kristall berührte, pulsierte der Sonnenstein vor Energie und tauchte die Wüste in ein warmes goldenes Licht. Der Sand verschob sich und enthüllte verborgene Oasen und blühende Blumen. „Wir haben es geschafft, Pip! Wir haben die Wüste gerettet!“, rief Elara und umarmte ihren Begleiter fest. Als sie zu Zara zurückkehrten, sagte diese: „Die Wüste brauchte deinen Mut, Elara.“ Elara lächelte. Die Farben des Sandes wirbelten und winkten sie nach Hause.