How the Brain Processes Music

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Im geschäftigen Auditorium der Everett Middle School sah Zain zu, wie ihr Freund Rami für die Talentshow eine schnelle, fröhliche Melodie auf seiner Gitarre spielte. Der kraftvolle Rhythmus ließ sie mit den Füßen wippen, ein riesiges Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. „Wow, Rami, das war fantastisch!“, rief Zain aus, als er sich verbeugte. „Aber warum bringt mich ein schnelles Lied dazu, tanzen zu wollen, und ein langsames Lied beruhigt mich so sehr?“

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Später, in ihrem naturwissenschaftlichen Klassenzimmer, stellte Zain ihrer Lehrerin, Camila, dieselbe Frage. „Das ist eine fantastische Frage, Zain“, sagte Camila und lehnte sich an einen Labortisch. „Das liegt daran, dass Musik wie ein komplettes Training für dein Gehirn ist, das viele verschiedene Teile gleichzeitig beansprucht, nicht nur deine Ohren.“ Rami tippte mit einem Bleistift auf den Tisch und erzeugte einen Takt. „Also ist mein Gehirn im Grunde eine Rhythmusmaschine?“

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„Um zu verstehen, wie, müssen wir zurück nach Paris, Frankreich, in die achtzehnsechziger Jahre gehen“, erklärte Camila, während die Klassenzimmerszene zu verblassen schien. „Wissenschaftler begannen gerade zu erkennen, dass das Gehirn nicht ein einziger großer Gewebeklumpen war. Sie vermuteten, dass verschiedene Teile verschiedene Aufgaben hatten, aber sie konnten es nicht beweisen.“ Zain stellte sich die gasbeleuchteten Straßen und das Klappern der Pferdekutschen vor einem großen Steinkrankenhaus vor.

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„Ein französischer Arzt namens Paul Broca arbeitete dort, und er war fasziniert von Patienten, die ihre Fähigkeit zu sprechen verloren hatten“, fuhr Camilas Stimme aus dem Off fort. „Er traf einen Mann, der alles verstehen konnte, aber nur ein einziges Wort sagen konnte: ‚Tan‘.“ Broca verbrachte unzählige Stunden mit diesem Patienten und versuchte, das Geheimnis zu lüften, das in dessen Geist verborgen war.

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„Nachdem der Patient, Leborgne, verstorben war, führte Broca eine Autopsie durch, was ein neues und entscheidendes Werkzeug für die Wissenschaft war“, erklärte Camilas Stimme. „Er untersuchte das Gehirn sorgfältig, auf der Suche nach einem Hinweis, einem physischen Grund für den Sprachverlust des Mannes.“ Zain stellte sich die intensive Stille des Labors vor, das Gewicht des Moments, das in der Luft lag.

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„Und dann hat er es gefunden!“, erklärte Camila. „Einen spezifischen, beschädigten Bereich im vorderen Teil der linken Gehirnhälfte. Broca erkannte, dass dieser winzige Punkt das Zentrum für die Sprachproduktion war.“ Dies war der erste solide Beweis dafür, dass eine komplexe Funktion wie Sprache an einem spezifischen physischen Ort im Gehirn angesiedelt ist. „Er hatte einen Pin auf die Landkarte des menschlichen Gehirns gesetzt!“

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„Brocas Entdeckung öffnete die Schleusen!“, sagte Camila, ihre Stimme voller Begeisterung. „Wissenschaftler fanden dann den ‚auditiven Kortex‘ für das Hören, das ‚Kleinhirn‘ für den Rhythmus und die ‚Amygdala‘ für Emotionen. Musik beleuchtet all diese Bereiche, weshalb sie einen zum Tanzen bringen oder sogar zum Weinen bringen kann.“ Zain erinnerte sich, was der Neurologe Oliver Sacks einmal geschrieben hatte, und flüsterte: „‚Musik ist ein Heilmittel, ein Tonikum, Orangensaft für das Ohr.‘ Er meinte es wörtlich!“

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Zurück im Klassenzimmer wandte Zain sich Rami zu, die Augen weit vor Verständnis. „Wenn du also dieses schnelle Lied spielst, verarbeitet mein auditorischer Kortex die Noten, aber mein Kleinhirn ist es, das sich auf den Takt einstellt!“ Rami grinste und tippte erneut mit seinem Bleistift. „Meine Gitarre spricht also direkt mit deinem Kleinhirn! Es ist, als hätte dein Gehirn sein eigenes eingebautes Metronom.“

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An diesem Nachmittag am Ocean Beach beobachteten die drei, wie die Wellen an den Strand schlugen. „Der Rhythmus des Ozeans… Ich wette, der wird auch von unserem Kleinhirn verarbeitet“, sagte Rami nachdenklich. „Genau!“, sagte Camila. „Und dieses friedliche Gefühl, das man bekommt, ist, dass das Gehirn eine Chemikalie namens Dopamin freisetzt, dieselbe, die man von einem guten Essen oder einer Umarmung bekommt.“

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Zain blickte von den Wellen zu ihren Freunden. „Musik ist also nicht nur eine Sache, sie ist ein umfassendes Gehirntraining, das Klang, Rhythmus und Emotionen verbindet!“ Sie beendete ihre Notiz mit einem Schwung. Rami blinzelte in die untergehende Sonne, eine neue Frage bildete sich. „Wenn unser Gehirn so gut darin ist, Schallwellen von Musik zu verarbeiten, wie verarbeitet es dann die Lichtwellen, die uns einen Sonnenuntergang sehen lassen?“