The Girl Who Collected Smiles — Auf Deutsch lesen
Die Titel der Geschichten stehen noch auf Englisch; der Text jeder Geschichte ist auf Deutsch.

Lila hüpfte durch den überwucherten Marktplatz, ihr Lächeln so hell wie die flackernden Neonschilder über ihr. „Beeil dich, Sparky!“, rief sie ihrem Robotergefährten zu, dessen metallische Füße auf dem rissigen Pflaster klapperten. Riesige Ranken schlängelten sich um die hoch aufragenden holografischen Werbetafeln. Die Luft summte vom Geräusch der Hovercrafts und dem Zwitschern der Roboter-Vögel, die in der üppigen Vegetation nisteten, die die Stadt zurückeroberte.

„Schau mal, Lila!“, piepte Sparky und zeigte mit einem metallischen Finger auf ein weggeworfenes Datenpad, das zwischen den Farnen lag. Lila schnappte nach Luft und hob es vorsichtig auf. „Das ist ein altes Logbuch eines Lächelsammlers!“, rief sie aus. Das Pad flackerte auf und zeigte ein verblasstes Bild einer Frau mit freundlichen Augen und einem warmen Lächeln. „Vielleicht können wir auch lernen, wie man Lächeln sammelt“, fügte sie hinzu.

„Lächeln sammeln? Ist das überhaupt möglich?“, knurrte eine Stimme. Sie drehten sich um und sahen einen mürrischen alten Mechaniker namens Gnash, der sich mit einem Lappen Fett von den Händen wischte. „Bah! Zeit mit Dummheiten verschwenden. Was wir brauchen, ist, diese Stadt zu reparieren!“ Lila blieb standhaft. „‚Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt‘, Gnash. Konfuzius hat das gesagt, und ich glaube, Lächeln zu sammeln ist unser erster Schritt! Wir können dieser Stadt das Glück zurückbringen!“, erklärte sie.

Lila und Sparky näherten sich einem hoch aufragenden Apartmentkomplex, dessen Fenster dunkel und leblos waren. „Hallo?“, rief Lila, ihre Stimme hallte im stillen Innenhof wider. Plötzlich bellte ein Roboterhund von einem Balkon über ihnen. Eine ältere Frau, kaum sichtbar hinter den dichten Ranken, spähte herab. „Geht weg!“, krächzte sie. „Hier gibt es nichts als Elend!“

„Vielleicht hat sie recht, Lila“, summte Sparky, seine blauen Optiken dimmten sich. Lila schüttelte den Kopf. „Wir müssen es versuchen!“ Lila erinnerte sich an eine Passage im Logbuch des Lächelsammlers: „Freundlichkeit ist der Schlüssel.“ Sie pflückte vorsichtig eine leuchtend rosa Blume, die an einer Ranke wuchs, und hielt sie hoch. „Ein Geschenk!“, rief sie der Frau zu. „Ein kleines Zeichen der Freundschaft!“

Die Frau zögerte, dann streckte sie langsam eine zitternde Hand aus. Als sie die Blume berührte, huschte ein schwaches Lächeln über ihre Lippen. Plötzlich sprang der Roboterhund vor und entriss ihr die Blume! Er zerkaute die Blütenblätter in seinen metallischen Kiefern. „NEIN!“, rief Lila untröstlich. Die Frau schlug die Balkontür zu.

„Schon gut, Lila“, piepte Sparky und tätschelte ihre Hand mit seinem Metallarm. „Wir brauchen nur einen anderen Ansatz.“ Er erinnerte sich an eine Passage aus dem Logbuch des Lächelsammlers: „Lächeln ist oft hinter Erinnerungen verborgen.“ Lilas Augen weiteten sich. „Das Datenpad! Vielleicht enthält es alte glückliche Erinnerungen an die Stadt!“ Sie rannte zurück zu dem weggeworfenen Datenpad, Sparky dicht hinter ihr.

Zurück in Gnashs Werkstatt verband Lila das Datenpad vorsichtig mit dem zentralen Netzwerk der Stadt. Alte holografische Werbeanzeigen flackerten auf und zeigten die lebendige Vergangenheit der Stadt! Lachen hallte aus den Lautsprechern. Der Roboterhund von vorhin erschien auf dem Bildschirm, wedelte mit dem Schwanz und führte Tricks vor. Die Augen der älteren Frau weiteten sich vor Wiedererkennen! Plötzlich sprang der Roboterhund vom Balkon und begann fröhlich in Lilas Richtung zu bellen. Gnash lächelte und sagte: „Ich schätze, Lächeln ist ziemlich wichtig.“ Lila grinste. „Es ist alles!“

Die ältere Frau trat aus ihrer Wohnung, ein Lächeln strahlte von ihrem Gesicht. „Danke“, sagte sie leise und streichelte den Roboterhund. „Ich hatte vergessen, wie schön diese Stadt einst war.“ Andere Bewohner kamen aus ihren Häusern, angezogen vom Lachen und den lebhaften holografischen Darstellungen. Die Stadt fühlte sich wieder lebendig an, erfüllt von Hoffnung und Lächeln.

Lila und Sparky sahen zu, wie die Stadt wiederbelebt wurde, ihre Herzen waren erfüllt von Freude. Lila wusste, dass das Sammeln von Lächeln mehr war als nur ein törichter Traum. Es ging um Freundlichkeit, Erinnerungen und Verbindung. „Wir haben es wirklich geschafft, Sparky!“, rief sie aus. „Wir haben der Stadt das Lächeln zurückgebracht!“