The Battle of Vienna (500 AD, Vienna)

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Ein blendendes Licht brach vom Meeresboden hervor und erleuchtete die hydrothermalen Schlote wie tausend Sonnen. Obinna keuchte, den Schild erhoben, um sich und Nikolai zu schützen. Das Tauchboot schüttelte sich heftig, doch ihre Mission war klar: dieses außergewöhnliche, gefährliche Phänomen, die Geheimnisse der Tiefe, zu dokumentieren, bevor die sich nähernden Forschungsschiffe eintrafen. Aber wie waren sie dazu gekommen, hier, am Grunde des Marianengrabens, allein zu sein?

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Wochen zuvor, in einem Observatorium auf einem Berggipfel mit Blick auf den Pazifik, hatte Atlas, eine ältere Frau in ihren Sechzigern, groß und breitschultrig, mit hellbrauner Haut und mittellangem, glattem, dunkelbraunem Haar, das zu einem kurzen Pferdeschwanz gebunden war, Obinna gewarnt: „Die Tiefen des Ozeans sind die letzte Grenze, geheimnisvoller als der Weltraum. Aber selbst Wissen kann zur Korruption genutzt werden.“ Atlas zeigte auf die schematische Darstellung des Marianengrabens, die sie studierten und die vom schwachen Licht des Teleskops beleuchtet wurde. Nikolai fügte hinzu: „Die Finanzierung für die Tiefseeforschung versiegt, Obinna. Wenn die Daten zu viel enthüllen, dann wird alles umsonst gewesen sein.“

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Obinna hatte eine eigenartige Anomalie in den seismischen Messwerten entdeckt. „Seht euch das an“, rief Obinna und zeigte auf einen bestimmten Bereich auf der Grabenkarte. „Diese Aktivität der Thermalquellen ist anders als alles, was bisher aufgezeichnet wurde, es gibt ein Muster darin. Es könnte neue Formen von Energie freisetzen“, erklärte er. Nikolai musterte die Karte aufmerksam. „Aber wenn es in die falschen Hände gerät, dann könnte es auch als Waffe eingesetzt werden.“

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Atlas enthüllte ihnen eine alte Tradition. „Vor Jahrhunderten haben polynesische Navigatoren die Sterne nur mit den Meeresströmungen und ihrem Wissen über biolumineszierende Organismen kartiert“, erklärte sie. „Das waren uralte Fähigkeiten. Sie bargen Weisheiten, die wir vergessen haben.“ Sie reichte Obinna ein abgenutztes, ledergebundenes Tagebuch. „Sie wussten, dass der Ozean lebendig war und dass man zuhören musste.“

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Während sie ihr Tauchboot vorbereiteten, erhielten sie eine verschlüsselte Nachricht: „Andere Parteien wissen ebenfalls von der Anomalie. Sie sind auf dem Weg.“ Obinna sprach entschlossen: „Wir müssen zuerst dort ankommen, alles aufzeichnen, und dann können wir diese Informationen sicher mit der Welt teilen.“ Die Mission würde zu einem Wettlauf gegen die Zeit werden.

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An den hydrothermalen Quellen angekommen, begannen sie ihren Scan. „Die Messwerte sind phänomenal“, rief Nikolai aus. Plötzlich ertönte Sonar im Tauchboot: Ein Forschungsschiff näherte sich. Obinna, der sich an Atlas' Worte über das Wissen um den Ozean erinnerte, öffnete das polynesische Journal. „Was machst du?!“, rief Nikolai. Obinna sagte: „Ich höre zu.“

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Den Anweisungen des Journals folgend, deaktivierte Obinna das Sonar und die Lichter des Tauchboots. „Was nun?“, fragte Nikolai nervös. Obinna schloss die Augen. „Das Journal spricht von einem spezifischen biolumineszenten Muster, einem Pfad, der von den Schloten erzeugt wird“, erklärte er. „Wie Sterne auf See verfolgen!“ Nikolai war verwirrt, beschloss aber, Obinnas Führung zu folgen.

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Das Tauchboot folgte der schwachen biolumineszenten Spur. Das Forschungsschiff hatte sie verloren, verwirrt durch das plötzliche Verschwinden vom Sonar. Plötzlich öffnete sich der Meeresboden: Ein massives, unentdecktes Schlot-System pulsierte mit außergewöhnlicher Energie.

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Als das Schiff versuchte, alles aufzuzeichnen, wurde es abgefangen.

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Im Nachgang teilten Obinna und Nikolai ihre Entdeckung mit der Welt und enthüllten das enorme Potenzial des Marianengrabens. Die wissenschaftliche Gemeinschaft bestaunte die hydrothermalen Quellen und ihre Bewohner. Wie Obinna einmal sagte: „Das Meer, sobald es seinen Zauber entfaltet, hält einen für immer in seinem Netz des Staunens gefangen.“ Er setzte seine Erforschung der Tiefe fort, immer lauschend, für immer gebunden an ihre Magie.