The Salt March of India (1930, India)

The Salt March of India (1930, India) — cover The Salt March of India (1930, India) — page 1

Am sechsten April neunzehnhundertdreißig hob Mahatma Gandhi in Dandi eine Handvoll Salz in die Höhe und widersetzte sich damit den britischen Salzgesetzen. Hunderte strömten herbei, ihre Gesichter leuchteten vor Trotz. Doch welche Ereignisse führten zu diesem Moment der offenen Rebellion?

The Salt March of India (1930, India) — page 2

Wir schreiben das Jahr neunzehnhundertdreißig. Lord Irwin, der britische Vizekönig von Indien, leitet ein verschwenderisches Treffen in Delhi. Jawaharlal Nehru schäumt vor Wut über die Dreistigkeit der Briten, aus einer Notwendigkeit wie Salz Profit zu schlagen. Die Salzsteuer unterdrückte alle Inder, ob reich oder arm.

The Salt March of India (1930, India) — page 3

„Die Zeit ist reif für Taten, nicht für Worte!“, erklärte Vallabhbhai Patel einer Menschenmenge in Ahmedabad. „Die Briten glauben, sie könnten uns mit ihrer Salzsteuer ausbluten. Mahatma Gandhi wird uns bald den Weg weisen!“ Die Menge brüllte ihre Zustimmung. „Swaraj ist in greifbarer Nähe!“

The Salt March of India (1930, India) — page 4

Mahatma Gandhi versammelte seine Anhänger im Sabarmati Ashram. „Wir werden nach Dandi marschieren“, verkündete er. „Wir werden Salz aus dem Meer gewinnen und damit die ungerechten britischen Gesetze missachten!“ Sarojini Naidu trat vor, ihre Augen leuchteten vor Entschlossenheit. „Ich werde mit Ihnen marschieren, Mahatmaji!“

The Salt March of India (1930, India) — page 5

Lord Irwin nahm die Nachricht des geplanten Marsches mit Verachtung auf. „Gandhis Handlungen sind nichts weiter als eine symbolische Geste“, spottete er gegenüber seinen Beratern. „Das Britische Empire wird nicht durch eine Handvoll Salz erschüttert werden!“ Er tat die Bedrohung ab, überzeugt von der Macht der Krone.

The Salt March of India (1930, India) — page 6

Der Salzmarsch begann am zwölften März neunzehnhundertdreißig. Gandhi ging entschlossen voran. Jawaharlal Nehru marschierte zusammen mit anderen Anführern wie Vallabhbhai Patel an seiner Seite. Die Welt beobachtete, wie die Marschierer Schritt für Schritt vorankamen.

The Salt March of India (1930, India) — page 7

Abbas Tyabji, ein angesehener Richter, legte sein Amt nieder und schloss sich dem Marsch an. „Gandhi hat Recht“, erklärte er. „Es ist unsere Pflicht, ungerechten Gesetzen die Stirn zu bieten!“ Die Tat inspirierte unzählige andere zum Beitritt und ließ die Reihen der Marschierenden anschwellen.

The Salt March of India (1930, India) — page 8

Als Gandhi das Salz hob und damit die britischen Salzgesetze missachtete, rief Sarojini Naidu aus: „Gandhi, Sie haben die Grundfesten des Empire erschüttert!“ Sie wusste, dass die Briten eine solch offene Rebellion nicht dulden würden. Massenverhaftungen folgten, doch die Bewegung hatte Wurzeln geschlagen.

The Salt March of India (1930, India) — page 9

Im Gefängnis blieb Gandhi trotzig. Er erinnerte sich an Aristoteles' Worte: „Der höchste Wert des Lebens hängt vom Bewusstsein und der Kraft der Kontemplation ab, eher als vom bloßen Überleben. Wir müssen fest auf unseren Prinzipien stehen, koste es, was es wolle!“ Der Salzmarsch hatte eine Flamme entzündet, die nicht mehr erlöschen sollte.

The Salt March of India (1930, India) — page 10

Der Salzmarsch beflügelte die indische Unabhängigkeitsbewegung. Obwohl er die britische Herrschaft nicht sofort beendete, demonstrierte er die Macht des gewaltlosen Widerstands. Indien sollte schließlich die Unabhängigkeit erlangen, ein Beweis für Gandhis unerschütterliches Engagement für Satyagraha.