The Siege of Vienna — Austria (1683, Austria)

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Zwölfter September sechzehndreiundachtzig. Kara Mustafa Pascha, Großwesir des Osmanischen Reiches, siegessicher, überblickt die belagerte Stadt Wien. Leopold der Erste, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, sucht verzweifelt Hilfe in ganz Europa. Ernst Rüdiger von Starhemberg, der entschlossene Verteidiger der Stadt, versammelt seine zahlenmäßig unterlegenen Truppen. Und Johann der Dritte Sobieski, König von Polen, eilt Wien mit seinen legendären Flügelhusaren zur Rettung. Doch wie kam es zu diesem Zusammenprall der Imperien?

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Kara Mustafa sprach seine Berater an, seine Stimme dröhnte vor Zuversicht. „Wien ist nur ein Sprungbrett!“, erklärte er. „Sobald wir die Stadt kontrollieren, wird ganz Europa vor der Macht des Osmanischen Reiches zittern. Unser Glaube und unsere Macht werden sich wie ein Lauffeuer verbreiten.“

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Leopold der Erste, blass und ängstlich, schritt durch die Hallen seines provisorischen Hofes in Passau. „Wenn Wien fällt“, klagte er seinen Beratern, „wird das Herz des Heiligen Römischen Reiches verloren sein! Wir müssen den polnischen König überzeugen, unseren Vertrag einzuhalten!“ Seine Stimme war voller Verzweiflung.

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Innerhalb Wiens überblickte Ernst Rüdiger von Starhemberg, der Stadtkommandant, die bröckelnden Mauern. „Wir sind in der Unterzahl, aber wir werden nicht weichen!“, rief er seinen müden Soldaten zu. „Jeder Stein dieser Stadt ist es wert, verteidigt zu werden! Zeigt keine Furcht!“

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Johann der Dritte Sobieski, König von Polen, kniete im Gebet vor der Schwarzen Madonna von Tschenstochau. „Gott gebe mir Kraft“, murmelte er. „Ich werde nicht zulassen, dass Wien an die Ungläubigen fällt. Polen wird an der Seite Österreichs stehen!“ Er erhob sich mit neuem Entschluss.

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Osmanische Sappeure schufteten unermüdlich und gruben Tunnel unter Wiens Mauern. Die Stadt erzitterte bei jeder Explosion. Ein gefangener Wiener Ingenieur, zur Arbeit gezwungen, flüsterte: „Sie versuchen, unsere Verteidigungsanlagen zu untergraben und das Tor für einen direkten Angriff zu schwächen!“

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Starhemberg blickte auf die schwindenden Vorräte. „Wir müssen eine Nachricht senden!“, sagte er zu seinem Adjutanten. „Finden Sie jemanden, der mutig genug ist, die feindlichen Linien zu überqueren!“ Ein junger Kurier meldete sich freiwillig, wohlwissend, welcher Gefahr er sich aussetzte.

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Sobieski brüllte: „‚Veni, vidi, Deus vicit‘ – Ich kam, ich sah, Gott siegte!“ Im Gedenken an Julius Cäsar trieb er seine geflügelten Husaren vorwärts. Die polnische Kavallerie donnerte die Hänge des Kahlenbergs hinab, eine Welle aus glänzenden Rüstungen und flatternden Flügeln, die in die osmanischen Linien krachte.

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Kara Mustafa sah ungläubig zu, wie seine Armee zerfiel. „Alles ist verloren!“, rief er seinen fliehenden Wachen zu. „Mein Ehrgeiz hat zum Ruin geführt!“ Sein Gesicht verzerrte sich zu einer Maske der Verzweiflung.

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Wien war gerettet, und der osmanische Vormarsch nach Europa gestoppt. Kirchen wurden wiederaufgebaut, die Universität Wien blühte auf, und eine neue Ära des Wohlstands brach an. Der Sieg hallte jahrhundertelang nach, prägte das Kräftegleichgewicht in Europa und darüber hinaus und bewies, dass selbst die entmutigendsten Belagerungen mit Mut und Bündnis überwunden werden können.