Earth's Labyrinth: Finding Precious Gems

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In ihrem gemütlichen Wohnzimmer in Noe Valley beobachtete Mariam, wie ihre Mutter behutsam einen kleinen, funkelnden Ring polierte. „Was lässt ihn so glänzen, Mama?“, fragte Mariam und lehnte sich über die Armlehne des Sofas. Ihre Mutter hielt ihn gegen die Lampe, und er warf einen winzigen Regenbogen an die Wand. „Es ist ein Diamant, Schatz“, sagte sie mit sanfter Stimme. „Es ist eines der härtesten Dinge auf der Erde.“

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Mariams Vater blickte von seinem Buch auf. „Wusstest du, dass Diamant aus genau demselben Material besteht wie das Blei in deinem Bleistift?“ Mariams Augen weiteten sich ungläubig. „Unmöglich! Mein Bleistift ist grau und schmierig.“ Er kicherte: „Es ist wahr. Sie bestehen beide aus Kohlenstoffatomen, aber sie sind aufgrund des unglaublichen Drucks auf völlig unterschiedliche Weise angeordnet.“

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Mariam schloss die Augen und versuchte, es sich vorzustellen. Sie stellte sich vor, wie sie tief in die Erde reiste, vorbei an Gesteins- und Erdschichten. Die Welt um sie herum wurde heißer und das Gewicht fühlte sich immens an, wie ein Berg, der von allen Seiten drückte. In dieser erdrückenden Dunkelheit wurden winzige Atome mit unglaublicher Kraft zusammengepresst.

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„Diese Vorstellung, dass die Erde uralt und mächtig ist, brauchten wir sehr lange, um sie zu verstehen“, schien die Stimme ihres Vaters zu erzählen. „Es brauchte einen neugierigen Bauern und Arzt aus Schottland namens James Hutton im späten siebzehnten Jahrhundert. Er sah sich nicht nur seine Farm an; er sah sich die Knochen der Welt an – die Felsen selbst – und sah eine Geschichte, die noch niemand zuvor gelesen hatte.“

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Hutton stand an einem Ort namens Siccar Point und blickte auf Gesteinsschichten, die auf unmögliche Weise gekippt waren. Ihm wurde klar, dass eine Gesteinsformation wesentlich älter sein musste als die andere. Mariam erinnerte sich an das, was Hutton einmal einem Freund erzählt hatte, und flüsterte die Worte vor sich hin: „Wir finden keine Spur eines Anfangs, keine Aussicht auf ein Ende.“ Er meinte, die Geschichte der Erde sei so, so lang.“

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Huttons Idee der „Tiefenzeit“ war der Schlüssel. Er verstand, dass die Erde Millionen über Millionen von Jahren alt sein musste, damit Gesteine auf diese Weise entstehen, sich falten und erodieren konnten. Dieselbe immense Zeitskala, kombiniert mit Hitze und Druck einhundert Meilen tief im Erdmantel, ist es, was Kohlenstoffatome neu anordnet. Sie schmiedet sie langsam, geduldig, zu der perfekten, unzerbrechlichen Kristallstruktur eines Diamanten.

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„Und diese unglaubliche Härte macht Diamanten zu mehr als nur hübsch!“, rief Mariams Mutter aus. „Wusstest du, dass über fünfundsiebzig Prozent aller Diamanten überhaupt nicht für Schmuck verwendet werden? Sie werden an den Spitzen von leistungsstarken Bohrern eingesetzt, die durch Fels schneiden, und an präzisen chirurgischen Instrumenten, die Leben retten!“ Mariam stellte sich einen riesigen Bohrer vor, dessen Spitze mit winzigen, kräftigen Diamanten besetzt war, die sich durch massiven Stein frästen.

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Zurück im Wohnzimmer nahm Mariam ihren Bleistift in die Hand und sah das Funkeln von Mutters Ring. „Wow“, hauchte sie und verstand endlich. „Dieser weiche Bleistift und dieser superharte Diamant sind also wie lange verschollene Cousins! Es hängt alles davon ab, wie stark sie über Millionen von Jahren tief in der Erde zusammengepresst wurden.“ Ihr Vater lächelte und nickte stolz.

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„Welche anderen Edelsteine verstecken sich noch direkt vor unseren Augen?“, fragte Mariam sich laut und griff nach ihrem Notizbuch. „Das Salz, das wir auf unser Essen streuen!“, sagte ihre Mutter und zeigte in die Küche. „Das sind Halitkristalle.“ Ihr Vater tippte auf sein Uhrglas. „Und der winzige Quarzkristall hierin hält die Zeit perfekt, indem er über zweiunddreißigtausend Mal pro Sekunde vibriert!“

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„Also ist der ganze Planet wie eine riesige Schatzkiste“, schloss Mariam und kritzelte in ihr Notizbuch. „Unglaublicher Druck und eine ganze Menge Zeit können die schönsten Dinge hervorbringen.“ Ihr Vater lächelte und fügte hinzu: „Da fragt man sich doch... wenn dieser Druck tief unter der Erde entsteht, welche unglaubliche Kraft schiebt dann ganze Berge in den Himmel?“