Beauty and the Beast — Auf Deutsch lesen

Die Titel der Geschichten stehen noch auf Englisch; der Text jeder Geschichte ist auf Deutsch.

Beauty and the Beast — Buchcover — Wonder Tales Auf dem schwebenden Himmelsmarkt von Aethyr, wo Händler abgefülltes Wetter tauschten und Träume gegen Sternenstaub gehandelt wurden, lebten drei Schwestern: die…

Auf dem schwebenden Himmelsmarkt von Aethyr, wo Händler abgefülltes Wetter tauschten und Träume gegen Sternenstaub gehandelt wurden, lebten drei Schwestern: die schöne Belle, die eitle Thistle und die gütige Bramble. Ihr Vater, ein bescheidener Wolkenhändler, suchte sein Glück, fand aber nur Unglück, als ein Sturm ihn zwang, in einem schattigen, vergessenen Winkel von Aethyr Schutz zu suchen. Dort pflückte er eine einzelne leuchtende Rose, und ein monströser Schatten brüllte und forderte ein Leben für ein Leben. Bramble, selbstlos und mutig, bot sich dem Biest an, nicht wissend, dass in den Schatten seines schwebenden Schlosses ein Geheimnis lag, so gewaltig wie der Himmel selbst.

„Vater, du kannst dem Zorn des Biestes nicht allein entgegentreten“, beharrte Bramble, ihre Stimme zitternd, aber fest. Ihr Vater weinte, sein Gesicht in den…

„Vater, du kannst dem Zorn des Biestes nicht allein entgegentreten“, beharrte Bramble, ihre Stimme zitternd, aber fest. Ihr Vater weinte, sein Gesicht in den Händen vergraben. „Es ist meine Schuld, Kind. Ich habe euch das eingebrockt.“ Bramble kniete sich hin und legte eine Hand auf seine Schulter. „Erinnere dich, was Seneca sagte: ‚Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.‘ Dies ist kein Ende, Vater, sondern ein neuer Anfang, dem ich mich stellen muss.“

Geleitet von der verzauberten Rose, stieg Bramble zum Schloss des Biestes auf, einer Festung aus Obsidian und Schatten, umwirbelt von dunklen Wolken.

Geleitet von der verzauberten Rose, stieg Bramble zum Schloss des Biestes auf, einer Festung aus Obsidian und Schatten, umwirbelt von dunklen Wolken. Die Luft wurde kalt, und ein Gefühl des Grauens legte sich auf sie. Als sie die hallenden Gänge des Schlosses betrat, dröhnte eine Stimme: „Du bist gekommen, um den Preis zu zahlen.“ Bramble, mit klopfendem Herzen, antwortete: „Ich bin hier, um die Schuld meines Vaters zu begleichen.“

Ein grotesker, geflügelter Diener, dessen Gesicht von Schatten verdeckt war, führte Bramble zu ihren Gemächern. „Das Biest erlaubt dir Freiheit innerhalb dieser…

Ein grotesker, geflügelter Diener, dessen Gesicht von Schatten verdeckt war, führte Bramble zu ihren Gemächern. „Das Biest erlaubt dir Freiheit innerhalb dieser Mauern, aber du musst seinen Befehlen gehorchen“, krächzte der Diener. Bramble fand ein einziges Buch in einem Regal, dessen Einband leer war, die Seiten gefüllt mit Flüstern, nicht mit Worten. Sie fragte sich, welche Geheimnisse dieses Schloss barg, welche Dunkelheit in seinem Herrn wohnte.

Jeden Abend besuchte das Biest Bramble, seine Stimme ein Knurren, seine Gestalt im Schatten verborgen. Er bot ihr Geschenke an: abgefülltes Sternenlicht…

Jeden Abend besuchte das Biest Bramble, seine Stimme ein Knurren, seine Gestalt im Schatten verborgen. Er bot ihr Geschenke an: abgefülltes Sternenlicht, eingefangene Regenbögen und geflüsterte Geheimnisse des Windes. Doch er enthüllte nie sein Gesicht. „Warum versteckst du dich?“, fragte Bramble eines Nachts. Der Schatten antwortete: „Weil Schönheit ein Biest nicht lieben kann.“

Aus Wochen wurden Monate. Bramble fühlte sich vom verborgenen Kummer des Biestes, seiner einsamen Existenz, angezogen. Eines Nachts verlangte das Biest: „Willst…

Aus Wochen wurden Monate. Bramble fühlte sich vom verborgenen Kummer des Biestes, seiner einsamen Existenz, angezogen. Eines Nachts verlangte das Biest: „Willst du mich heiraten?“ Bramble wich zurück. Sie konnte sich nicht dazu durchringen, ein Geschöpf zu lieben, das sie nicht sehen konnte, ein Herz, das sie nicht berühren konnte. „Ich kann dir keine Antwort geben. Ich muss meine Familie wiedersehen.“

Das Biest, untröstlich, gab nach. Es zeigte Bramble einen schimmernden Spiegel, der nicht das Schloss, sondern ihr Zuhause in Aethyr widerspiegelte.

Das Biest, untröstlich, gab nach. Es zeigte Bramble einen schimmernden Spiegel, der nicht das Schloss, sondern ihr Zuhause in Aethyr widerspiegelte. Ihr Vater war krank, ihre Schwestern verzweifelt. „Du musst zurückkehren“, sagte das Biest, seine Stimme von Schmerz durchzogen. „Aber versprich, zurückzukommen, sonst werde ich sicherlich sterben.“

Bramble kehrte nach Aethyr zurück, ihre Anwesenheit belebte ihren Vater wieder. Thistle, von Eifersucht verzehrt, schmiedete Pläne, um Bramble vom Biest…

Bramble kehrte nach Aethyr zurück, ihre Anwesenheit belebte ihren Vater wieder. Thistle, von Eifersucht verzehrt, schmiedete Pläne, um Bramble vom Biest fernzuhalten. „Bleib nur noch eine Nacht. Er wird nicht sterben, wenn du nur einen Tag zu spät kommst“, log sie. Bramble, ihrer Schwester vertrauend, stimmte zu. Doch in dieser Nacht träumte sie vom Biest, das allein in seinem schattigen Schloss starb.

Voller Entsetzen erwachend, eilte Bramble zurück zum Schloss des Biestes. Sie fand ihn in der Nähe der verzauberten Rose liegend, seine Gestalt verblassend…

Voller Entsetzen erwachend, eilte Bramble zurück zum Schloss des Biestes. Sie fand ihn in der Nähe der verzauberten Rose liegend, seine Gestalt verblassend, sein Atem flach. „Du bist zurückgekehrt“, flüsterte er, seine Stimme schwach. Bramble weinte und gestand ihre Liebe. Als ihre Tränen auf sein Gesicht fielen, wichen die Schatten und enthüllten einen stattlichen Prinzen, dessen Fluch durch das Opfer wahrer Liebe gebrochen war.

Der Prinz, von seinem Fluch befreit, enthüllte, dass er von einer eifersüchtigen Zauberin gefangen gehalten worden war. Er und Bramble regierten Aethyr mit…

Der Prinz, von seinem Fluch befreit, enthüllte, dass er von einer eifersüchtigen Zauberin gefangen gehalten worden war. Er und Bramble regierten Aethyr mit Freundlichkeit und Weisheit, ihre Liebe ein Leuchtfeuer der Hoffnung auf dem schwebenden Himmelsmarkt. Und sie lernten, dass wahre Schönheit nicht im Aussehen liegt, sondern im Herzen, denn wie Antoine de Saint-Exupéry in „Der kleine Prinz“ schrieb: „Man sieht nur mit dem Herzen gut; das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ Das schwebende Königreich erblühte daraufhin in Liebe und Freundlichkeit.