Hop-o'-My-Thumb

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In der großen, saisonalen Schule von Arborheim, eingebettet in einen kolossalen, sich ständig wandelnden Baum, lebten sechs Brüder. Die ältesten waren stark und kühn und träumten von Ruhm, aber der jüngste, Hop, war klein und still, mit einem Geist, so weit wie der Wald selbst. Ihr Vater, ein einfacher Holzfäller, fürchtete um ihre Zukunft in diesen Zeiten der Not. Wenig wusste er, dass die größte Bedrohung nicht die Armut sein würde, sondern eine Dunkelheit, die tief in den flüsternden Wäldern verborgen war.

„Wir haben jetzt schon kaum genug zu essen“, seufzte ihr Vater eines Abends. „Ich muss euch morgen alle tief in den Wald mitnehmen, dorthin, wo es angeblich Arbeit gibt. Ihr müsst lernen, für euch selbst zu sorgen.“ Hop, der einen kleinen, glatten Stein umklammerte, den er am Fluss gefunden hatte, spürte einen Schauer über den Rücken laufen. Er wusste, dass der Wald Geheimnisse barg, sowohl schöne als auch schreckliche.

Während sie gingen, ließ Hop heimlich seine glatten, grauen Steine auf dem Weg fallen. Seine Brüder, erfüllt von Prahlerei, bemerkten nichts. „Warum bleibst du zurück, Kleiner?“, höhnte der Älteste. „‚Sich selbst zu kennen ist der Anfang aller Weisheit‘, wie Aristoteles sagte“, erwiderte Hop sanft, ohne den Blick seines Bruders zu treffen, „und ich weiß, dass wir diese Steine brauchen werden, um unseren Weg zurückzufinden.“

Ihr Vater führte sie zu einer abgelegenen Lichtung, wo andere Holzfäller unter dem wachsamen Auge eines mürrischen Aufsehers arbeiteten. Als die Dunkelheit hereinbrach, entdeckten die Brüder, dass ihr Vater verschwunden war. Panik setzte ein. „Er würde uns nicht verlassen!“, rief der zweite Bruder aus, doch die Angst hatte sich bereits um ihre Herzen geschlungen. Hop zeigte leise in die Richtung, aus der sie gekommen waren, einem kaum sichtbaren grauen Pfad.

Den Steinen folgend, stießen sie auf ein großes, unheilvolles Schloss. Erschöpft und verzweifelt klopften sie an. Ein monströser Oger mit einem Gesicht wie knorrige Rinde öffnete. „Verlaufen, sind wir?“, dröhnte er, mit einem grausamen Glitzern in den Augen. „Wir bieten Obdach – für einen Preis.“

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Der Preis, so enthüllte der Oger, war ihre Knechtschaft. Die älteren Brüder, verzweifelt nach Sicherheit suchend, stimmten bereitwillig zu. Hop jedoch empfand ein tiefes Unbehagen. Als der Oger sie hineinführte, bemerkte Hop die sieben Töchter des Ogers, die in einem einzigen Raum schliefen, jede mit einer Goldkrone. Er begann nachzudenken, und er begann zu flüstern.

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Im Schutz der Dunkelheit schlich Hop in das Zimmer der Töchter des Ogers. Leise tauschte er ihre goldenen Kronen gegen die Wollmützen seiner Brüder aus. Als er den letzten Tausch beendet hatte, hörte er den Oger im Nebenzimmer sich regen. Der Oger sagte: „Es ist besser, zu schweigen und für einen Narren gehalten zu werden, als den Mund zu öffnen und jeden Zweifel zu beseitigen“, wie Abraham Lincoln sagte.

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Der Oger, von den Mützen geleitet, schlich in den Raum und dachte, er würde den Brüdern die Kehlen durchschneiden. Er fand nur seine eigenen Töchter, gekrönt mit Wollmützen. Wütend stürmte er hinaus und schwor Rache. Hop führte seine Brüder durch die verborgenen Gänge des Schlosses zurück in den mondbeschienenen Wald.

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Als der Oger sie verfolgte, führte Hop seine Brüder in eine geheime Kammer, die er entdeckt hatte. Darin quollen Truhen über vor Gold. „Nehmt, was ihr braucht“, wies er an, „aber nicht, was ihr begehrt.“ Seine Brüder, geblendet von Gier, stopften sich die Taschen voll. Der Oger stürmte herein und fand sie schwer beladen und verwundbar vor.

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Hop, unbelastet, schlüpfte am Oger vorbei und entkam mit einem einzigen, kleinen Beutel Gold, genug, um das Überleben ihrer Familie zu sichern. Der Oger, abgelenkt von den gierigen Brüdern, verlor sie alle. Die Brüder, demütig und reuevoll, kehrten nach Hause zurück, weiser durch ihre Prüfungen. Und so lernten sie, dass wahrer Reichtum nicht in endlosem Verlangen liegt, sondern in Einfallsreichtum und Mäßigung.