The Cauld Lad of Hylton

The Cauld Lad of Hylton — cover The Cauld Lad of Hylton — page 1

In einem Reich, in dem Träume über schimmernde Eisenbahnlinien mit der Wachwelt verwoben waren, lebte der schelmische Cauld Lad von Hylton, ein Geist, der durch einen uralten Fluch an die Burg gebunden war. Er spukte durch die Hallen, boshaft und missverstanden. Nur die Güte eines reinen Herzens konnte den Zauber brechen und ihn aus seinem spektralen Gefängnis befreien. Doch die Burg barg Geheimnisse, und der Weg zur Freiheit war gepflastert mit vergessenen Wahrheiten.

The Cauld Lad of Hylton — page 2

„Ich habe Geschichten über diesen Ort gehört“, sagte Elara und rückte ihre Brille zurecht, als der Zug zischend zum Stehen kam. Thomas, der alte Gärtner, berührte seine abgetragene Mütze. „Geschichten sind nur Schatten, Miss. Die Realität ist … älter.“ Er half ihr hinunter, ihre abgetragene Ledertasche streifte ihren Umhang. „Behalten Sie Ihren Verstand beisammen, Miss. Und Ihr Herz offen.“

The Cauld Lad of Hylton — page 3

Elara erkundete die hallenden Gänge des Schlosses, Sonnenlicht filterte schwach durch Buntglasfenster. „Wer ist da?“, flüsterte sie und hörte ein leises Kichern. Ein kalter Windzug fegte durch den Korridor und trug einen schwachen Rauchgeruch mit sich. Sie erhaschte einen Blick auf eine schattenhafte Gestalt, die um eine Ecke huschte. War es der Cauld Lad? Oder etwas Unheimlicheres?

The Cauld Lad of Hylton — page 4

Im verlassenen Westflügel fand Elara einen zerbrochenen Spiegel, dessen versilberte Oberfläche zersplittert und matt war. Thomas hatte sie gewarnt: „Spiegel zeigen mehr als Gesichter, Fräulein. Sie enthüllen die Seele, oder was davon übrig ist.“ Als sie nach einer Scherbe greifen wollte, hallte eine Stimme wider: „Lass es! Es birgt meinen Schmerz.“

The Cauld Lad of Hylton — page 5

„Wer bist du?“, fragte Elara, ihre Stimme zitterte. Die schattenhafte Gestalt materialisierte sich und enthüllte einen Jungen mit traurigen Augen und einer erschreckenden Aura. „Ich bin der Cauld Lad“, flüsterte er. „Hier gefangen von einem grausamen Meister. Meine Gier nach Gold führte zu meinem Untergang!“

The Cauld Lad of Hylton — page 6

„Gold?“, fragte Elara und erinnerte sich an die Gerüchte. „Aber warum bist du dann noch hier?“ Das Bild des Cauld Lad flackerte. „Mein Meister hat mich verflucht. Nur ein Akt selbstloser Güte kann die Ketten sprengen. Aber wer würde einer gierigen Seele wie meiner helfen?“

The Cauld Lad of Hylton — page 7

„Ich werde dir helfen“, erklärte Elara und überraschte damit sogar sich selbst. „Die besten und schönsten Dinge auf der Welt können weder gesehen noch berührt werden – sie müssen mit dem Herzen gefühlt werden“, sagte Helen Keller. Dein Herz, Cauld Lad, verdient eine zweite Chance.“ Sie streckte die Hand aus, ihre Hand fuhr durch seine spektrale Gestalt, doch er spürte die Wärme ihres Versprechens.

The Cauld Lad of Hylton — page 8

Einem alten Text folgend, bereitete Elara ein Ritual vor, nicht der Macht, sondern des selbstlosen Gebens. Sie sammelte Wildblumen, Symbole einfacher Schönheit, und legte sie vor den zerbrochenen Spiegel. Sie zündete Kerzen an, deren sanftes Licht die Schatten zurückdrängte. Sie flüsterte Worte der Vergebung und Akzeptanz. „Vergebung wird dich befreien!“

The Cauld Lad of Hylton — page 9

Als Elara fertig war, erfüllte ein blendendes Licht den Raum. Der Cauld Lad verfestigte sich, nicht länger gespenstisch, sondern ein echter Junge. Er rannte zu Elara, Tränen in den Augen. „Danke“, würgte er hervor. „Du hast mich aus meinem goldenen Gefängnis befreit und von mir selbst.“

The Cauld Lad of Hylton — page 10

Der Kalte Junge, jetzt einfach Thomas’ Neffe genannt, half Elara bei der Pflege der Burggärten. Die Traum-Eisenbahn verband weiterhin Welten, aber Hylton war nicht länger verflucht, sondern ein Ort der Erlösung. Elara lächelte. Denn sie hatte mehr gegeben, als sie wusste, und dabei ihren eigenen Weg gefunden. Das Gold, dem er nachjagte, wurde die Liebe, die er gab.