The Ebony Horse

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In dem bonbonfarbenen Nebel, wo Sternenstaub Träume über die Leere malte, schwebte die Zitadelle der Himmlischen Mechanik. In ihren schimmernden Korridoren residierten Prinz Caius, belastet von einer Prophezeiung, und der listige Kunsthandwerker Jafar, dessen Ehrgeiz die Zwillingssonnen in den Schatten stellte. Ihre Geschichte begann mit dem Flüstern von einem Ebenholzpferd – einem legendären Artefakt, das unvorstellbare Macht verleihen sollte, aber einen schrecklichen Preis forderte. Es versprach die Welt und forderte die Seele.

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„Noch ein abgelehnter Entwurf, Jafar?“, fragte Caius und bemerkte das frustrierte Seufzen des älteren Mannes. Jafar drehte sich um, sein Gesicht eine Maske geübter Demut. „Mein Prinz, der Rat bleibt von meinen Entwürfen für einen Überlichtantrieb unüberzeugt. Sie klammern sich an die Tradition, blind für die Möglichkeiten. Aber ein Gerücht hat mich erreicht über ein uraltes Artefakt, ein Pferd aus Ebenholz.“ Caius zog eine Augenbraue hoch. „Die Legende besagt, es besitze die Kraft, den Kosmos im Handumdrehen zu durchqueren.“

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„Macht hat ihren Preis, Jafar. Das weißt du“, warnte Caius mit leiser Stimme. „Wie Platon sagte: ‚Der Preis, den gute Männer für die Gleichgültigkeit gegenüber öffentlichen Angelegenheiten zahlen, ist, von bösen Männern regiert zu werden.‘ Bist du bereit, diesen Preis zu zahlen?“ Jafar kicherte, ein trockenes, krächzendes Geräusch. „Ich versuche lediglich, die Geheimnisse des Pferdes zu entschlüsseln, um unsere Zivilisation voranzubringen. Sicherlich wird der Rat uns beide für eine solche Entdeckung belohnen.“

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Jafar überreichte Caius eine aus Sternenlicht gewebte Karte und behauptete, sie führe zum Ebenholzpferd. „Es liegt versteckt in den Flüsternden Höhlen, einem Ort der Illusionen und alter Fallen. Nur wenige, die eintreten, kehren je zurück“, erklärte Jafar. Caius, verführt von der Aussicht auf solches Wissen, stimmte zu, sich auf den Weg zu machen. Er legte eine Rüstung aus poliertem Silber an, deren Oberfläche die Farben des Nebels widerspiegelte.

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Die Flüsternhöhlen waren ein Labyrinth aus verspiegelten Gängen, von denen jeder eine verdrehte Version der Realität widerspiegelte. Illusionen tanzten in jeder Ecke und zehrten an Caius' tiefsten Ängsten. „Dieser Ort prüft den Verstand“, murmelte Caius und versuchte, sich zu konzentrieren. Eine schimmernde Gestalt tauchte aus einem Spiegel auf – eine perfekte Kopie von Caius, aber mit Augen voller Bosheit. „Kehr um, Prinz“, zischte die Illusion. „Das Pferd wird dich verzehren.“

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Caius kämpfte gegen sein illusorisches Ich und zerschmetterte den Spiegel mit einem Schlag seiner gepanzerten Faust. Die Scherben lösten sich in Sternenstaub auf und enthüllten einen versteckten Gang. „Angst ist eine Lügnerin“, erklärte Caius. Als er tiefer vordrang, fand er sich in einer Kammer wieder, gefüllt mit goldenen Idolen, die jeweils eine verlockende Wärme ausstrahlten. Jafars Stimme hallte durch die Kammer. „Nimm, was du begehrst, Prinz! Das Pferd wartet dahinter!“

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Die goldenen Götzenbilder ignorierend, drängte Caius vorwärts. Er entdeckte das Ebenholzpferd – kein prächtiges Ross, sondern eine kleine, unscheinbare Holzskulptur. Jafar eilte vorwärts und ergriff das Pferd. „Dummer Prinz! Die Macht liegt nicht im Objekt, sondern im Handel!“, kicherte er. „Ich bot den Höhlen meine Seele für die Geschwindigkeit des Pferdes an!“

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Caius erkannte die Wahrheit. „Der Preis des Ehrgeizes“, flüsterte er, „ist oft höher, als man sich vorstellt.“ Jafar aktivierte das Ebenholzpferd, und die Kammer füllte sich mit blendendem Licht. Im selben Augenblick verschwand Jafar und hinterließ nur einen Rauchhauch und das Holzpferd. Caius stolperte, das Licht wich zurück und enthüllte die Leere um ihn herum.

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Er hob das Ebenholzpferd auf, das nun kalt und leblos war. Die Geschwindigkeit war dahin, aber eine Lektion blieb in das Holz eingeätzt. Es war ein Spiegel. Als er es hochhielt, sah er, dass das Holz den Nebel und alles um ihn herum widerspiegelte. Wie Marcus Aurelius sagte: „Du hast Macht über deinen Geist – nicht über äußere Ereignisse. Erkenne dies, und du wirst Stärke finden.“ Caius kehrte zur Zitadelle zurück, nicht mit Macht, sondern mit Weisheit.

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Der Rat verachtete ihn, doch Caius verstand, dass wahre Stärke nicht darin lag, den Kosmos zu erobern, sondern sich selbst zu meistern. Er nutzte das Ebenholzpferd – nun ein Spiegel der Reflexion –, um sein Volk zu Verständnis und Mäßigung zu führen. Und obwohl Jafars Ehrgeiz verschwunden war, diente das Echo seiner Gier als ständige Mahnung: Das Streben nach Macht, ungezügelt von Weisheit, führt nur in die Leere.