The Fox and the Horse

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In einem Dorf, das zwischen den Baumwipfeln verwoben war, wo Regenbogenbrücken sich zwischen den in den Ästen eingebetteten Häusern wölbten, lebten Reynard der Fuchs, ein gerissener Trickser, und Barra, ein fleißiges Pferd. Barra, stark und loyal, schuftete unermüdlich für das Dorf, während Reynard, getrieben von unersättlicher Gier, nur nach Wegen suchte, sich selbst zu bereichern. Ihre so unterschiedlichen Wege waren dazu bestimmt, sich zu kreuzen und entweder Ruin oder Offenbarung in die lebendige Baumgemeinschaft zu bringen.

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Barra angestrengt, Holz schleppend, um eine sturmbeschädigte Brücke zu reparieren. Reynard schlenderte herüber, seine Stimme triefend vor falscher Besorgnis. „Solche Mühe für so wenig Lohn, Barra! Sicherlich verdient ein Tier deiner Stärke mehr als Splitter und Schweiß?“ Barra seufzte und wischte sich die Stirn. „Es ist ehrliche Arbeit, Reynard. Das Dorf ist darauf angewiesen.“

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„Ehrlich, vielleicht, aber kaum profitabel“, erwiderte Reynard und umkreiste Barra wie ein Geier. „Ich habe von einem Bauern gehört, meilenweit von hier, der verzweifelt ein starkes Tier sucht, um seine Felder zu bestellen. Er bietet einen Haufen Gold für ein Lasttier. Mehr Gold, als du in zehn Leben sehen wirst!“ Barra hielt inne und überlegte das Angebot. „Gold ist verlockend, Reynard, aber was ist mit meiner Pflicht dem Dorf gegenüber?“

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Reinhard nutzte seinen Vorteil. „Pflicht? Was nützt die Pflicht, wenn der Bauch leer und die Hufe abgenutzt sind? Das Land dieses Bauern ist reich und fruchtbar. Leichte Arbeit, endloses Essen und genug Gold, um wie ein König zu leben! Denk an die Leichtigkeit, Barra! Keine schweren Lasten mehr. Keine undankbaren Dorfbewohner mehr.“

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Barra zögerte, seine Augen auf den fernen Horizont gerichtet. Das Bild eines Berges aus Gold trübte seine Gedanken. Die Dorfbewohner hatten seine Arbeit immer als selbstverständlich angesehen, nicht wahr? Vielleicht verdiente er ein Leben in Leichtigkeit und Luxus. „Ich weiß nicht, Reynard“, murmelte Barra. „Das Dorf zu verlassen fühlt sich... falsch an.“

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Reynard ergriff seine Chance. „Falsch? Barra, ‚eine Reise von tausend Meilen beginnt mit einem einzigen Schritt‘, wie Lao Tzu sagte! Lass dich nicht von der Angst vor einem besseren Leben zurückhalten! Ich werde dich sogar selbst zum Hof führen. Betrachte es als ein kleines Abenteuer, eine wohlverdiente Pause von dieser... Plackerei.“

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„Sehr wohl“, erklärte Barra, seine Stimme verriet einen Anflug von Besorgnis. „Ich gehe. Aber nur, um diesen Hof zu sehen. Wenn mir nicht gefällt, was ich finde, kehre ich um.“ Reynard grinste, seine Augen glänzten vor Triumph. „Natürlich, Barra, natürlich! Wir brechen im Morgengrauen auf.“

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Der Hof, als sie ihn erreichten, war ein trostloses Ödland. Die Felder waren kahl, das Bauernhaus verfallen und der Bauer ein grausamer, peitschenschwingender Mann. „An die Arbeit!“, bellte der Bauer und knallte mit seiner Peitsche. „Keine Ruhe, bis die Sonne untergeht!“ Barras Herz sank. Reynard hatte gelogen.

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Barra, erschöpft und voller Reue, wusste, dass er einen schrecklichen Fehler gemacht hatte. Er vermisste die Kameradschaft der Dorfbewohner, die Befriedigung ehrlicher Arbeit und die Schönheit seines Baumhauses. Mit einem Anflug von neuem Mut befreite er sich aus dem Griff des Bauern und floh, das leere Gold zurücklassend.

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Barra kehrte demütig und weiser in das Baumhausdorf zurück. Die Dorfbewohner empfingen ihn mit offenen Armen und verstanden seinen momentanen Fehltritt. Reynard war mit seinem mageren Gold verschwunden. Und so lernte Barra, dass wahrer Reichtum nicht in flüchtigen Gütern liegt, sondern in Loyalität, Gemeinschaft und der Zufriedenheit ehrlicher Arbeit. Das Gold, dem er nachjagte, war genau das, was ihn beinahe alles gekostet hätte, was er wirklich schätzte.