The Frog Princess

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In einem Dorf, das auf dem Rücken eines schlafenden Riesen namens Argus lag, lebten König Theodore und seine drei Söhne: Iwan, der sanfte und ehrenhafte; Boris, kühn und prahlerisch; und Stefan, hinterhältig und berechnend. Jeder suchte eine Braut, doch das Schicksal hatte, wie so oft, eigenartige Pläne. Ein Fluch, der in den Schatten geflüstert wurde, hielt Prinzessin Vasilisa in der Gestalt eines Frosches gefangen und wartete auf den Kuss der wahren Liebe, um sich zu befreien. Würde einer der Prinzen mutig genug sein, eine so unwahrscheinliche Prinzessin zu umarmen?

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König Theodor versammelte seine Söhne. „Die Zeit ist gekommen, dass jeder von euch eine Frau findet“, erklärte er und hielt drei mit Schwanenfedern befiederte Pfeile hin. „Lasst diese Pfeile los. Wo immer sie landen, dort werdet ihr eure Bräute finden.“ Boris, stets selbstbewusst, grinste. Stefan, mit zusammengekniffenen Augen, umklammerte seinen Pfeil fest. Iwan, mit einem Seufzer, bereitete sich auf das vor, was das Schicksal für ihn bereithielt.

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Die Pfeile flogen. Boris' Pfeil landete genau im Hof eines Adligen, Stefans Pfeil im Garten eines reichen Kaufmanns. Iwans Pfeil jedoch flog weit und verschwand in den trüben Tiefen des Flüsternwaldes. Schweren Herzens folgte er, wagte sich ins Unbekannte, der Wald wurde mit jedem Schritt dunkler. Würde er seine Braut finden oder einem unerwarteten und unwillkommenen Schicksal begegnen? Die Luft wurde feucht und die Bäume flüsterten Geheimnisse, die er noch nicht verstehen konnte.

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Tiefer im Wald entdeckte Iwan seinen Pfeil, sanft gehalten im Maul eines Frosches, der am Rande eines dunklen und stillen Teiches saß. „Also, du sollst meine Braut sein?“, fragte er mit einem Seufzer. Der Frosch quakte als Antwort. Ein Flackern goldenen Lichts umgab sie, aber Iwan tat es als einen Lichttrick ab. Widerwillig hob er sie auf. Wie konnte er dem König bloß einen Frosch zurückbringen?

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Zurück im Schloss stellte König Theodore die Bräute seiner Söhne auf die Probe. „Jede von euch muss vor Sonnenuntergang einen Wandteppich weben“, befahl er. Boris' Braut präsentierte einen prächtigen, mit Goldfaden gewebten Wandteppich, während Stefans Braut eine raffinierte Darstellung höfischer Intrigen schuf. Aber Ivans Froschbraut? Sie hüpfte nur in eine Ecke. „Das Hindernis für die Handlung fördert die Handlung. Was im Weg steht, wird zum Weg“, zitierte Iwan und erinnerte sich an die Worte von Marcus Aurelius. „Habt Geduld, Vater.“

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An diesem Abend verlangte der König ein Festmahl. Boris' Braut bereitete ein üppiges Mahl mit gebratenem Fleisch zu, während Stefans Braut Köstlichkeiten aus dem ganzen Land servierte. Als es zu Iwans Frosch kam, hüpfte sie einfach davon und kehrte wenige Augenblicke später mit einem einzigen perfekten, schimmernden Apfel zurück. Der Frosch verschwand dann in einer Rauchwolke, an ihrer Stelle stand Wasilisa. Sie sah Iwan erwartungsvoll an.

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„Ich bin Vasilisa“, sagte sie, ihre Stimme wie das sanfte Läuten von Glocken. „Ein böser Zauberer hat mich in die Gestalt eines Frosches gefangen. Nur der Kuss der wahren Liebe konnte den Fluch brechen, aber er musste freiwillig gegeben werden.“ Iwans Herz schwoll an vor einer Liebe, die er nicht verstand, und nur für sie. „Ich bin ein Frosch?“, fragte sie und blickte entsetzt auf ihre grünen Arme.

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Eifersüchtig auf Vasilisas Schönheit und Ivans Glück, stahl Stefan den Zauberapfel und bot ihn dem König an. „Es ist ein Geschenk aus dem Wald, Vater!“, log er. Als der König in den Apfel biss, begann er sich zu verwandeln, seine Haut wurde grün, seine Augen traten hervor, seine Stimme krächzte. Vasilisa wusste, dass das einzige Gegenmittel eine Umarmung von dem war, der ihn wirklich verraten hatte. Aber wie konnte sie sich dazu überwinden, Stefan zu berühren?

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Mit einem tiefen Atemzug näherte sich Vasilisa Stefan, ihr Herz schwer. Als sie ihre Hand auf seinen Arm legte, begann sich der Fluch umzukehren. Stefan, sich windend, wurde seiner Magie beraubt, was ihn geschwächt und schutzlos zurückließ. Aus dem Apfel kehrte der König zurück.

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Von diesem Tag an regierten Iwan und Vasilisa weise, immer daran denkend, dass wahre Schönheit im Inneren liegt. Stefan, seiner List beraubt, lernte den Wert der Ehrlichkeit. Und das Königreich florierte, nicht wegen Gold oder Macht, sondern wegen Liebe und Opferbereitschaft. Und die Geschichte vom Frosch und der Prinzessin hallte durch das Tal. Vergiss niemals, was am wichtigsten ist.