The Girl Without Hands

The Girl Without Hands — cover The Girl Without Hands — page 1

In einem Dorf, das auf dem Rücken eines schlummernden Riesen lag, wo Träume sich mit der Realität vermischten, lebten ein Holzfäller, seine unschuldige Tochter Anya und ein Teufel, der sich als reicher Mann verkleidet hatte. Anya, bekannt für ihre Freundlichkeit, fand sich in einem bösen Handel gefangen, ihre Hände der Preis für den flüchtigen Wohlstand ihres Vaters. Doch Anyas Geist war unzerbrechlich, und ihre Reise würde einen Pfad durch die Dunkelheit zu einem Licht ihrer eigenen Schöpfung bahnen. Könnte Freundlichkeit triumphieren, wenn sie durch großen Verlust auf die Probe gestellt wird?

The Girl Without Hands — page 2

Die Axt des Holzfällers sang durch die Bäume, jeder Schwung ein Gebet für bessere Tage. „Vater, warum siehst du so bekümmert aus?“, fragte Anya, ihre Stimme wie das sanfte Läuten von Glocken. Er seufzte und wischte sich den Schweiß von der Stirn. „Der Teufel fordert ein Versprechen… einen schrecklichen Preis für die Linderung unserer Armut.“

The Girl Without Hands — page 3

„Was ist der Preis, Vater?“, Anyas Stimme zitterte leicht. Er drehte sich weg, unfähig, ihren Blick zu erwidern. „Er verlangt, was hinter der Mühle liegt.“ Anya runzelte die Stirn. „Aber Vater, das ist unser Apfelgarten! Es sind doch nur… Bäume.“

The Girl Without Hands — page 4

In dieser Nacht traf eine im Schatten gehüllte Gestalt ein. „Deine Zahlung ist fällig“, krächzte der Teufel, seine Augen glänzten wie poliertes Gold. Anya, hinter einem Baum versteckt, keuchte. Ihr Vater stammelte: „Ich... ich kann nicht.“ Der Teufel lächelte, ein grausamer, glitzernder Ausdruck. „Dann nehme ich stattdessen, was dir am kostbarsten ist.“

The Girl Without Hands — page 5

Als sich der Teufel näherte, rannte Anya heraus, die Hände protestierend ausgestreckt. Er knurrte,

The Girl Without Hands — page 6

Verstoßen und verlassen, irrte Anya in den Wald, einen Ort, wo Schatten tanzten und Flüstern im Wind getragen wurde. Dornen zerrissen ihr Kleid. Hunger nagte an ihrem Bauch. Doch in ihrem Herzen erblühte eine stille Stärke. „Ich werde überleben“, murmelte sie, ihre Stimme hallte in den stillen Wäldern wider.

The Girl Without Hands — page 7

Jahre vergingen. Anya, nun eine junge Frau, fand Zuflucht in einer verborgenen Einsiedelei. Sie lernte, den Garten mit ihren Armen zu pflegen und dem Boden Leben zu entlocken. Eines Tages stolperte ein Prinz, der sich im Wald verirrt hatte, über ihr Heiligtum. „Wer bist du?“, fragte er, seine Stimme voller Staunen.

The Girl Without Hands — page 8

„Ich bin Anya“, erwiderte sie, ihre Augen erfüllt von stiller Anmut. „Und was ist deine Geschichte?“, fragte der Prinz, fasziniert von ihrer Gelassenheit und dem Geheimnis um ihre fehlenden Hände. Sie zögerte, dann erzählte sie ihm vom Pakt mit dem Teufel und ihrem Opfer. Der Prinz sah Anya mit tiefem Respekt und Liebe an.

The Girl Without Hands — page 9

Der Prinz, bewegt von ihrem Geist, suchte den Teufel auf. Er forderte ihn zu einem Rätselspiel heraus, dessen Preis Anyas Hände waren. Der Teufel, zuversichtlich in seine Täuschung, stimmte zu. Doch der Prinz, geleitet von Anyas Weisheit, beantwortete jedes Rätsel richtig. Der Teufel heulte vor Wut, und in einem Lichtblitz wurden Anyas Hände wiederhergestellt.

The Girl Without Hands — page 10

Anya und der Prinz kehrten ins Dorf zurück, ihre Hände wieder heil. Die Macht des Teufels war gebrochen, sein Einfluss verbannt. „Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben: nur Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben: nur Liebe kann das“, verkündete sie und zitierte Martin Luther King, Junior. Anyas Freundlichkeit, einst eine Schwäche in den Augen des Teufels, war zu ihrer größten Stärke geworden, ein Leuchtfeuer für alle, die auf dem Rücken des schlafenden Riesen lebten. Und das Dorf kannte wahren Frieden.