The Golden Goose

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In einer Kristallhöhle, in der verlorene Melodien widerhallten, lebten drei Brüder: Klaus, der starke Älteste; Erich, das kluge Mittelkind; und Hans, der einfache Jüngste. Klaus begehrte Gold; Erich suchte Ruhm; doch Hans wünschte sich nur Lachen und Freundlichkeit, um die stille Höhle zu füllen. Eine alte Prophezeiung besagte, dass nur einer reinen Herzens die Goldene Gans entriegeln und den klagenden Zauber der Höhle brechen könnte, um Licht und Freude in die widerhallenden Kristallhallen zurückzubringen.

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Eines Tages beauftragte ihre Mutter sie: „Bring diesen Kuchen zum Großvater“, sagte sie und reichte Klaus einen großen Laib. „Er hat seit Jahren nicht mehr gesprochen.“ Klaus spottete und musterte den dichten Wald jenseits des Höhleneingangs. „Warum Zeit an einen mürrischen alten Mann verschwenden? Gold erwartet diejenigen, die mutig genug sind, es zu ergreifen.“ Er verschwand in den Bäumen.

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Tiefer im Wald bettelte ein gebeugter alter Mann: „Bitte, einen Bissen? Ich habe seit Tagen nichts gegessen.“ Klaus höhnte: „Hol dir deinen eigenen Kuchen, Bettler!“ Ein Windstoß fegte durch die Bäume und trug den Duft von Gold mit sich. Später war Erich an der Reihe, bewaffnet mit seinem Witz und seiner Flöte, in der Hoffnung, die Gunst des Großvaters zu gewinnen. „Ruhm“, murmelte er, „das ist alles, wonach ich mich sehne.“

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Erich marschierte den Waldweg entlang, seine Flöte hochgehalten. Gerade traf er denselben alten Bettler. „Ein Lied und einen Bissen, junger Herr?“, krächzte der Bettler und streckte eine welke Hand aus. Erich runzelte die Stirn. „Zeit ist Gold, alter Narr. Ich habe keine Zeit für dein erbärmliches Lied zu verschwenden, nicht, wenn Großvater wartet.“

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Schließlich ging Hans, einen einfachen Laib Brot tragend. Er summte eine fröhliche Melodie und kümmerte sich nicht um Gold oder Ruhm. Der alte Mann saß am Weg, schwächer als zuvor. „Bitte, gütiger Herr“, krächzte er. „Ich bin ausgehungert.“ Hans lächelte und bot das Brot an. „Gerne, Freund! Teilen ist der beste Teil jeder Mahlzeit, das hat Mama immer gesagt.“

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Der alte Mann aß mit Genuss und kicherte dann. „Du hast ein gutes Herz, Hans“, sagte er, seine Stimme plötzlich kräftig. „Nimm diese Gans. Sie ist aus reinem Gold. Jeder, der sie berührt, wird daran kleben bleiben!“ Hans, mit großen Augen, nahm den glitzernden Vogel entgegen. Er setzte seinen Weg fort.

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Als Hans ging, streckte ein gieriger Wirt die Hand aus, um die Gans zu berühren. „So ein schöner Vogel!“, rief er aus und blieb sofort stecken. Bald waren der Koch des Wirts, seine Tochter und sogar der örtliche Priester alle in einer langen, komischen Kette aneinandergeheftet. Hans, verwirrt, konnte sie nicht voneinander lösen. „Ach du lieber Himmel“, seufzte er, „Das ist ziemlich peinlich, nicht wahr?“

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Sie erreichten schließlich Großvaters Kammer, die lange Kette hinter Hans her schleifend. Großvater, schweigend sitzend, beobachtete sie, wie sie näherkamen. Plötzlich brach er in Lachen aus. „Oh, was für ein Anblick!“ Tränen strömten über sein Gesicht. In diesem Moment schimmerte die Kristallhöhle, und Licht durchflutete die Kaverne.

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Die goldene Gans verschwand, und die Menschen lösten sich, verwirrt, aber frei. „Lachen“, erklärte Großvater mit dröhnender Stimme, „ist das wahre Gold von allem. Wie Mark Twain sagte: ‚Die menschliche Rasse hat nur eine wirklich wirksame Waffe, und das ist das Lachen.‘ Es kann den härtesten Fluch brechen.“ Hans lächelte, Verständnis dämmerte in seinen Augen. Die Melodien der Höhle wurden lauter und heller.

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Von diesem Tag an hallte die Kristallhöhle wider von Lachen und Freundlichkeit. Klaus lernte, dass Gold kein Glück kaufen konnte, und Erich fand, dass wahrer Ruhm darin lag, Freude zu verbreiten, nicht persönlichen Ruhm zu suchen. Hans, der nur Freundlichkeit suchte, hatte den Schatz freigeschaltet, den sie alle begehrten. Den Schatz des Lichts, der Liebe und der Gemeinschaft.