The Hillman’s Wife

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Hoch oben auf dem Berg Caelum stand das Emotions-Observatorium, wo Gelehrte die Konstellationen des menschlichen Herzens kartierten. Lyra, eine begabte, aber ruhelose Astronomin, sehnte sich nach mehr als nur Sternenkarten; sie suchte eine Liebe, die in den Himmeln geschrieben stand. Dann kam ein Flüstern – eine Geschichte von Elara, der Frau des Hillman, deren Empathie gebrochene Seelen heilen oder ihre eigene zerbrechen konnte. Legenden besagten, dass sie in den sternenstaubbedeckten Gipfeln verschwand und nur Echos und unerhörte Gebete zurückließ.

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Lyra, nie jemand, der sich mit Selbstzufriedenheit begnügte, erklärte: „Ich muss Elara finden und ihre Geheimnisse lüften!“ Ihr Mentor, der stoische Meister Arion, warnte: „Die Berge bergen mehr als Sternenlicht, Kind. Sie spiegeln unsere tiefsten Ängste wider.“

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Lyra höhnte: „Furcht ist lediglich eine Konstellation, die es zu kartieren gilt, Meister!“ Sie schnallte sich ihre Umhängetasche um und stieg mit einem Augenzwinkern die gewundene Treppe hinab. In der Tasche lag ein seltsamer Kompass, dessen Nadel sich unregelmäßig drehte und auf ein schwer fassbares Ziel hindeutete. Dies war kein gewöhnliches Gerät: Es war ein Empathie-Locator.

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Der Abstieg führte sie in einen Wald aus Schattenkiefern, deren Äste schwer mit Schnee beladen waren. Ein einsamer Rabe, auf einem knorrigen Ast sitzend, krächzte: „Kehre um, Sucherin! Der Berg fordert alle, die eindringen.“ Lyra, unbeirrt, drängte weiter. Sie erinnerte sich an Senecas Worte: „Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.“

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Der Empathiekompass zuckte heftig und führte sie zu einem gefrorenen Bach. Dort, eingebettet zwischen den eisigen Felsen, lag ein weggeworfenes goldenes Medaillon, das verlockend glitzerte. Eine Stimme hallte in ihrem Kopf wider: „Nimm es, es wird dir alles geben, was du dir je gewünscht hast.“ „Versuchung ist nur ein gefallener Stern“, murmelte Lyra, schob sich vorbei und tiefer in den Wald hinein.

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Sie stolperte über ein uraltes, in den Stein gehauenes Amphitheater, in dem schwache Echos von Leid in der Luft hingen. Eine spektrale Gestalt materialisierte sich. „Um Elara zu finden, musst du deine größte Angst aufgeben“, krächzte sie. „Unmöglich. Angst motiviert mich!“, erwiderte Lyra.

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Die spektrale Gestalt kicherte. „Dann wirst du sie niemals finden!“ Sie zeigte auf einen schimmernden Spiegel. „Blicke in deine Seele, Lyra. Was fürchtest du wirklich?“ Lyra zögerte, ihre Bravour schwand. Sie näherte sich dem Spiegel, Angst verdrehte ihr den Magen.

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Sie sah hin und flüsterte: „Einsamkeit… Ich fürchte mich davor, allein mit meinen Gedanken zu sein.“ Eine Welle der Empathie überrollte sie, und sie verstand Elara endlich. Der Wald begann, im Licht zu schimmern. „Du verstehst jetzt die Empathie“, sagte eine Stimme. „Aber wirst du sie jetzt wählen? Elara wird nicht gefunden; sie wird gewählt.“

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Der Empathiekompass drehte sich wild und zeigte dann auf ihr eigenes Herz. Lyra kniete nieder und streckte eine Hand zum Wald aus. „Ich wähle Verbindung“, flüsterte sie. Der Spiegel zersplitterte und enthüllte Elara, eine Frau mit Augen voller Sterne. „Willkommen zu Hause“, sagte Elara und umarmte sie.

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Gemeinsam kehrten Lyra und Elara zum Observatorium zurück, ihre Sternbilder miteinander verwoben. Lyra verstand, dass wahre Verbindung nicht in den Sternen geschrieben stand, sondern durch Empathie geschmiedet wurde, eine Kraft, die nur durch das Überwinden der tiefsten Ängste freigesetzt werden konnte. Und dort standen sie beide und kartierten nicht ferne Sterne, sondern jedes Herz mit einem eigenen Sternbild.