The Lad Who Went to the North Wind

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In der neondurchfluteten Stadt Atheria, wo die Natur sich an Chromtürmen zurückkrallte, lebten ein Junge namens Elara, der letzte der Trueseed-Bauern, und Boreas, der launische Nordwind. König Midas, getrieben von endlosem Hunger, hielt die Stadt in seinem vergoldeten Griff. Elaras Familie, gesegnet mit der Gabe, Nahrung aus kargem Boden zu ziehen, war Midas' grausamer Forderung zum Opfer gefallen, ihre Ernte nährte die unersättliche Gier des Königs. Die Geschichte besagt, dass Elara sich Boreas stellen würde, einer Prüfung, die entweder in einem neuen Morgengrauen erblühen oder in einem ewigen Winter verdorren würde.

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Elara, kniend auf seinem verdorrten Feld, umklammerte eine Handvoll Staub. „Wie soll ich meine Familie ernähren, geschweige denn den König?“, murmelte er. Ein schimmernder Vogel landete neben ihm, seine Federn wie gesponnenes Mondlicht. „Der Nordwind birgt die Antwort“, zwitscherte er, „aber seine Gaben haben ihren Preis.“ Elara blickte auf, seine Augen weit geöffnet. „Einen Preis, den ich bereit bin zu zahlen“, erklärte er, ein Funke Entschlossenheit entzündete sich in ihm.

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„Die Reise ist gefährlich“, warnte der Vogel. „Der Weg nach Boreas windet sich durch die Flüsternden Wälder, wo Illusionen tanzen und Schatten sprechen.“ Elara, unbeirrt, stand aufrecht da. „Ich werde nicht wanken“, schwor er und richtete die abgenutzte Ledertasche, die über seiner Schulter hing. „Das Überleben meiner Familie hängt davon ab.“ Er machte sich auf den Weg zum dunklen, überwucherten Wald in der Ferne. Der Mondlichtvogel beobachtete ihn von seinem Ast aus.

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Der Wald empfing ihn mit einer Symphonie aus Flüstern. „Gold, junger Bauer?“, krächzte eine Stimme aus den Schatten. Ein schimmernder Haufen Münzen materialisierte sich vor ihm. Elara zögerte, seine Finger zuckten. „Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels“, erinnerte sich Elara an die Worte des Heiligen Paulus. „Ich suche Nahrung, keine Versuchung“, sagte Elara.

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Tiefer im Wald tauchte eine gespenstische Gestalt auf, deren Gesicht hinter einer Maske aus Jade verborgen war. „Macht, junger Bauer? Beherrsche dieses Land und du wirst nie wieder Mangel leiden.“ Elara starrte auf das ihm angebotene Zepter, dessen Edelstein mit dunkler Energie pulsierte. „‚Fast alle Menschen können Widrigkeiten ertragen, aber wenn du den Charakter eines Menschen testen willst, gib ihm Macht‘“, dachte er und zitierte Abraham Lincoln. „Mein Volk hungert. Ich werde kein Tyrann werden“, sagte Elara mit fester Stimme.

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Schließlich erreichte Elara einen Abgrund, in dem eisige Winde wirbelten. Eine Stimme dröhnte: „Kehr um, Sterbliche! Dies ist die Domäne des Boreas!“ Elara stemmte sich gegen den Sturm und rief: „Ich suche nur, was meinem Volk zusteht!“ Der Wind heulte und wurde stärker. „Zweifel ist ein Killer“, hörte Elara Stimmen flüstern, die Worte wiederholten, die er von Richard Branson kannte. Er drängte weiter.

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Vor ihm stand Boreas, kein monströser Sturm, sondern ein müder Mann mit Augen wie gefrorene Seen. „Ihr sucht Entschädigung?“, fragte Boreas, seine Stimme ein eisiges Flüstern. „Euer König hortet den Reichtum des Windes und lässt nichts für eure Felder übrig. Aber versteht, die Kraft des Windes ist endlich.“

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Boreas stellte ihn vor die Wahl: ein einziger Samen, erfüllt mit der Essenz des Windes, oder eine Kiste voller Gold. „Wähle weise, denn diese Entscheidung wird Atherias Schicksal prägen.“ Elara erinnerte sich an den Vogel und das Flüstern der Gier. „Die besten und schönsten Dinge auf der Welt können weder gesehen noch berührt werden – sie müssen mit dem Herzen gefühlt werden“, hallten Helen Kellers Worte in Elaras Gedächtnis wider. Er wusste, dass er den Samen brauchte.

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Elara griff nach dem Samen. Boreas lächelte, ein seltenes und sanftes Lächeln. „Du hast gut gewählt.“ Er hauchte auf den Samen und erfüllte ihn mit der vollen Kraft des Nordwinds. „Kehre nach Atheria zurück und pflanze diesen Samen. Aber wisse, er wird nur mit Dankbarkeit gedeihen.“ Elara hielt den Samen fest in seiner Hand.

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Elara kehrte nach Atheria zurück und pflanzte den Samen in das Herz seines verdorrten Feldes. Die Stadt schaute zu. Mit Geduld und Dankbarkeit zog Elara den Samen auf. Bald sprossen die ersten Pflanzen. Atheria war wieder frei, und Midas' Gier wurde zu einem hohlen Echo. Mahatma Gandhis Worte „Der beste Weg, sich selbst zu finden, ist, sich im Dienst an anderen zu verlieren“ wurden lebendig.