The Lazy Spinner

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In den schimmernden Höhlen unter der Erde, wo Flüsse aus Edelsteinen flossen, lebten drei Schwestern: Esmeralda, die Schöne; Garnet, die Fleißige; und Beryl, die faule Spinnerin. Königin Mab, die das Schicksal selbst auf einem Webstuhl aus Sternenlicht wob, beobachtete ihre Fäden. Beryl träumte nur von Reichtum, während ihre Schwestern Geschichten und Tücher für das Dorf oben spannen. Aber Beryls Faulheit drohte, mehr als nur ihre Spindel zu entwirren; sie riskierte, den Fluss des Wohlstands in ihrem glitzernden Reich zu unterbrechen.

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Esmeralda seufzte, ihr Atem bildete einen Schleier in der kühlen Luft. „Beryl, die Dorfältesten brauchen gesponnenen Faden, und die Königin braucht Stoff.“ Beryl streckte sich und gähnte herzhaft. „Sollen sie warten. Ich bin sicher, die Edelsteine hier werden sie warm genug halten.“ Garnet runzelte die Stirn, das Sonnenlicht der Quarzkristalle spiegelte sich auf ihrer Stirn wider. „Faulheit, liebe Schwester, ist ein langsames Gift.“

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Eine Woche später rief die Königin sie zu sich. „Der Fluss des Schicksals verlangsamt sich“, erklärte Königin Mab, ihre Stimme hallte durch die Höhle. „Die Fäden des Wohlstands zerfasern. Ich habe von einer flüsternden Ranke erfahren, dass ihr drei nicht fleißig wart.“ Königin Mab war eine hochgewachsene Gestalt in ihren späten Vierzigern, mit Augen wie ferne Sterne und Haaren wie gesponnenes Mondlicht. Sie trug ein Gewand aus sich verschiebenden Nebeln und eine Krone aus ineinander verwobenen Sternbildern.

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Mab zeigte mit einem Finger, dessen Spitze mit Sternenlicht besetzt war, auf Beryl.

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Beryl, nun mit schweren, bleiernen Händen, starrte auf den Berg aus Flachs. Sie versuchte zu spinnen, doch ihre Finger waren ungeschickt, und der Flachs riss. Verzweiflung überkam sie. Eine Stimme hallte aus den Schatten.

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In der nächsten Nacht verlangte er den Webstuhl ihrer Schwester Esmeralda, der aus Sonnenstein gefertigt war. Beryl zögerte, doch der Gedanke an den austrocknenden Fluss verhärtete ihr Herz. Sie stahl den Webstuhl, während Esmeralda schlief. Der Gnom spann einen weiteren Raum voll, sein Grinsen wurde breiter. Beryl, die ihm den Webstuhl reichte, rechtfertigte ihre Entscheidung. „Ich rette doch alle, oder?“, murmelte sie. Als die Schatten länger wurden, schienen sie nach dem Webstuhl in den Händen des Gnoms zu greifen.

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In der letzten Nacht verlangte der Gnom ihr erstgeborenes Kind. Beryl schreckte zurück. „Nein! Das kann ich nicht!“ Der Gnom höhnte. „Dann stirbt der Fluss und das Dorf wird zu Stein. Du hast das gewählt.“ Beryl sah auf ihre Hände, die nun vom Fluch schmerzten, und dann auf den letzten Berg Flachs. Sie erinnerte sich, dass ihre Gier dazu geführt hatte, und dachte an eine Lektion ihrer Schwester Garnet: Wasser erodiert Stein.

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Beryl, mit neuer Entschlossenheit, nahm einen Eimer und begann, Wasser aus dem sterbenden Fluss zu holen. Sie goss es über den Flachs und tränkte ihn, bis er zum Spinnen unbrauchbar war. Der Gnom schrie, als seine Magie sich auflöste. Als der letzte Faden verschwand, begann er zu schrumpfen, bis er wie Staub im Wind verwehte. Beryl rannte dann zu jedem schlafenden Dorfbewohner, breitete den nassen Flachs über sie und weckte sie auf.

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Der Fluch war aufgehoben. Der Fluss floss wieder. Das Dorf erwachte. Beryl, nicht länger faul, wurde die fleißigste Spinnerin von allen und nutzte ihre neu gewonnene Weisheit, um anderen den Wert harter Arbeit und Ehrlichkeit zu lehren. Königin Mab lächelte von ihrem himmlischen Webstuhl, ein weiterer Faden wahr gewebt. Und Beryl wusste, dass das Gold, das sie beinahe gewonnen hätte, weniger wertvoll war als die Leben, die sie gerettet hatte.