The Little Match Girl

The Little Match Girl — cover The Little Match Girl — page 1

Auf der schlummernden Gestalt eines Riesen, eingebettet, lag ein Dorf namens Somnora, wo das Leben im Rhythmus seines Atems tanzte. Elara, ein Mädchen, das Streichhölzer verkaufte, träumte von Wärme inmitten des ewigen Winters, der sich an den Rücken des Riesen klammerte. Der alte Mann Silas, der Dorfälteste, wusste, dass die Träume des Riesen sowohl ihr Schicksal als auch ihr Glück bargen. Doch das wahre Gewicht lastete auf Elaras zarten Schultern.

The Little Match Girl — page 2

„Zündhölzer, Fräulein?“, fragte Elara, ihre Stimme ein Flüstern, das im Wind verloren ging. Ein gut gekleideter Kaufmann schnaubte und zog seinen pelzgefütterten Mantel enger. „Ich habe keine Verwendung für Schnickschnack, Mädchen. Mein Haus ist warm mit riesigen Steinkaminen, angeheizt von Gier, nicht von Not!“ Sie zitterte und zog ihren dünnen Schal enger. „Vielleicht könnten Sie ein wenig Licht gebrauchen, um zu sehen, was wirklich von Wert ist.“

The Little Match Girl — page 3

Elara suchte den alten Mann Silas in der Nähe des Riesenohrs auf. „Warum horten sie Wärme, während andere frieren?“, fragte sie, Frustration in ihrer Stimme. Silas, dessen Gesicht von Falten gezeichnet war, zeigte auf einen Riss in der Haut des Riesen. „Auch Riesen träumen von Wärme, Kind. Aber sie zu horten, macht die Kälte nur tiefer. Wie Seneca sagte: ‚Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.‘“

The Little Match Girl — page 4

Von der Kälte getrieben, schlüpfte Elara in das Haus des Händlers, angezogen vom goldenen Schein. Er war fort, aber der Herd loderte mit Riesensteinen, von denen jeder eine unnatürliche Wärme ausstrahlte. Sie griff nach einem, dessen Oberfläche mit Katzengold schimmerte. Eine Stimme hallte wider: „Nimm es, kleine Diebin. Du verdienst Wärme, nicht wahr?"

The Little Match Girl — page 5

Sie zögerte, aber die Kälte nagte an ihr. Sie ergriff den Stein. Er pulsierte vor Hitze und flüsterte Versprechen von Trost und Reichtum. Doch als sie ihn hielt, regte sich der Riese unter ihnen, ein Zittern erschütterte das Dorf. Sie hätte den Riesenstein beinahe fallen lassen. „Diese Wärme steht dir nicht zu“, hallte eine kleine Stimme wider.

The Little Match Girl — page 6

Elara floh aus dem Haus des Händlers und fand Silas, der zum Himmel aufblickte. „Der Riese träumt jetzt von Kälte“, sagte er ernst. „Träume von endlosem Eis, weil wir ihm seine Wärme stehlen.“ Sie sah auf den Stein in ihrer Hand, dessen vergoldete Oberfläche sie verspottete. „Was kann ich tun?“

The Little Match Girl — page 7

„Gib den Stein zurück“, drängte Silas. „Die Wärme des Riesen muss von Güte kommen, nicht von Gier. Die Träume eines Riesen sind wichtig für uns. Wenn wir ihn zurückgeben, wird es genug sein.“ Elara umklammerte den Stein fester und sah dann auf ihre gefrorenen Hände. „Aber was ist mit der Kälte?“

The Little Match Girl — page 8

Elara näherte sich dem Riss in der Haut des Riesen, der gestohlene Riesenstein schwer in ihrer Hand. Der Riss glühte schwach und pulsierte mit dem Leben des Riesen. Sie dachte an ihre eigene Kälte und das Leid der Dorfbewohner. Doch sie erinnerte sich an Silas' Worte und warf den Stein zurück in den Riss. Sie fröstelte, hielt aber ein Streichholz in ihrer Hand. Licht!

The Little Match Girl — page 9

Als der Stein fiel, seufzte der Riese im Schlaf, ein Schauer des Friedens durchzog Somnora. Der Schnee hörte auf, und eine schwache Wärme ging von der Haut des Riesen aus. Elara zündete ihr Streichholz an. Es erblühte zu einer winzigen Sonne, deren Licht die Schatten vertrieb. „Wir bringen unsere eigene Wärme in die Welt“, flüsterte sie.

The Little Match Girl — page 10

Und so lernte Somnora, dass wahre Wärme nicht von gestohlenem Feuer, sondern von geteiltem Licht kommt. Der Riese schlief friedlich, seine Träume webten einen Schild gegen die Kälte. Elara verkaufte weiterhin ihre Streichhölzer, aber jetzt verkaufte sie Hoffnung, eine winzige Flamme nach der anderen. Die Gier, die sie ergriffen, hinterließ sie in einem schlimmeren Zustand als zu Beginn.