The Little Mermaid

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In einer Stadt, in der Neonranken Wolkenkratzer erstickten, lebte Marina, eine Meerjungfrauenprinzessin, die sich nach mehr sehnte als Korallenschlössern. Ihr Vater, König Triton, regierte die schimmernden Tiefen, zufrieden mit ihrem Ozeanreich. Doch Marina träumte von der Oberfläche, angeheizt von Geschichten, die Scuttle, eine plündernde Möwe, ihr von einer Welt jenseits der Wellen zuflüsterte. Einer Welt, in der sie vielleicht ihren Schwanz gegen eine Chance auf eine andere Art von Leben tauschen könnte, obwohl die Seehexe Ursula in den Schatten lauerte, bereit, jeden verzweifelten Wunsch auszunutzen.

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„Noch ein Krimskrams, Scuttle?“, fragte Marina, als die Möwe mit einem korrodierten Datapad landete. Scuttle krächzte und ließ das Gerät vor ihre Füße fallen. „Die Menschen nannten es… ein ‚Buch‘. Voller Geschichten! Die Art, die dich alles hinterfragen lässt!“ Marina bürstete den Schmutz ab. „Hinterfragen ist das, was ich am besten kann. Welchen Sinn hat das Regieren, wenn ich jeden Tag nur dasselbe weiß?“

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Eines Abends, als sie durch ein schimmerndes Portal zur Oberfläche blickte, sah Marina ihn: Prinz Eric, einen jungen Mann, der einen Hydro-Racer durch die Ruinen steuerte. „Er sieht... frei aus", hauchte sie, gefesselt von seinem Lachen, das durch das Wasser hallte. Scuttle landete neben ihr: „Man sagt, Menschen hätten keine Magie, aber sie erschaffen ihre eigene. Ganz wie Alistair Crowley sagte: ‚Tu, was du willst, soll das ganze Gesetz sein.'" Marina drehte sich scharf um. „Ich habe genug gehört. Ich werde mein eigenes Gesetz finden."

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Am nächsten Tag glitten Ursulas leuchtende Aalmacher durch den versunkene Marktplatz und flüsterten Versprechungen. „Die Meerhexe hört dein Sehnen, Prinzessin“, zischten sie, ihre Augen wie glühende Kohlen. „Sie kann dir Beine geben, ein Leben unter den Menschen. Für einen kleinen Preis…“ Marina ballte die Fäuste: „Welchen Preis? Gold? Juwelen? Ich habe genug.“

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Ursulas Stimme dröhnte: „Deine Stimme, meine Liebe. Dieses hübsche kleine Ding, das sogar den Kraken bezaubert! Ein fairer Tausch, wie ich finde.“ Marina zögerte. „Meine Stimme? Aber… wie soll ich mit ihm sprechen? Wie soll ich ihm sagen, wer ich bin?“ Ursula kicherte, ein gruseliges Geräusch, das durch die Tiefen hallte. „Worte werden überbewertet, Kind. Taten sprechen lauter. Außerdem, hast du nicht das alte Sprichwort gehört: ‚Reden ist Silber, Schweigen ist Gold‘.“

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Gegen Tritons Warnungen und die Bitten ihrer Schwestern schwamm Marina zu Ursulas Versteck. Als sie zurückblickte, sah sie das besorgte Gesicht ihres Vaters in der Dunkelheit verschwinden. Ursula kicherte und hielt ein leuchtendes Amulett in der Hand. „Unterschreibe hier, Liebling! Mit deinem eigenen Blut, versteht sich.“ Das Amulett pulsierte und verführte Marina mit Visionen von Eric. Sie stach sich in den Finger und unterschrieb.

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Marina brach am Ufer zusammen, ihre Stimme war weg, ersetzt durch einen brennenden Schmerz. Eric, angelockt durch den Tumult, fand sie bewusstlos. Er trug sie zurück zu seinem provisorischen Zuhause in einem verfallenen Leuchtturm. Als sie erwachte, lächelte er. „Du bist jetzt in Sicherheit“, sagte er, „aber du kannst nicht sprechen. Wie ist dein Name?“ Sie griff nach einem nahegelegenen Datapad und schrieb zittrig: „Marina.“

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Tage wurden zu Wochen. Marina tanzte, erkundete und lachte mit Eric und verständigte sich durch Gesten und Schrift. Doch Ursula, als schöne Frau verkleidet, traf ein, ihre gestohlene Stimme hallte in der Luft wider. „Eric, Liebling! Ich bin deine lange verlorene Liebe!“ Sie sang, ihre Stimme war Marinas eigene. Er war verzaubert. „Wie Voltaire sagte: ‚Illusion ist die erste aller Freuden‘“, dachte Marina, besiegt.

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Am Tag der Hochzeit wusste Marina, was sie tun musste. Sie rannte zum Wasserrand und bereitete sich darauf vor, in die Wellen zu springen und sich in Gischt aufzulösen. Doch dann ließ Scuttle einen korrodierten Dreizack vor ihre Füße fallen – Tritons weggeworfene Waffe. Sie ergriff ihn, und eine Welle der Macht durchströmte sie. Sie richtete ihn auf Ursula. Die gestohlene Stimme zersplitterte, die Illusion zerbrach. Eric, vom Zauber befreit, sah Ursula, wie sie wirklich war.

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Ursula stürzte sich nach vorn, doch Marina, den Dreizack schwingend, schlug zuerst zu. Eine Energiewelle brach aus und verbannte die Meerhexe zurück in die Tiefen. Eric, der das Opfer verstand, das Marina bereit war zu bringen, hielt sie fest. Sie konnte nicht sprechen, aber ihre Augen sagten ihm alles. Und obwohl sie ihre Stimme verloren hatte, fand sie etwas Stärkeres: eine Liebe, die keine Worte brauchte. Sie bewies sich selbst und ihm, dass wahre Liebe nicht nur vom Sprechen handelte, sondern vom Zeigen und Leben.