The Singing Bone

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In einem Himmelsmarkt, wo Händler abgefülltes Wetter tauschten, lebten zwei Brüder, Elian und Cassian. Elian, der Ältere, besaß eine silberne Zunge und ein Herz, das mit Ehrgeiz vergoldet war. Cassian, still und nachdenklich, schuf eindringliche Melodien auf seiner Knochenflöte. Der eine Bruder sehnte sich nach Reichtum, der andere suchte Trost, doch eine dunkle Tat sollte ihre Schicksale mit einem Fluch verflechten, der älter war als die Wolken selbst.

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Elian sehnte sich nach mehr als nur den Nippes des Himmelsmarktes. Er schnappte Gerüchte über einen vergrabenen Schatz in den Flüsterneden Wäldern unter sich auf – Gold, das angeblich die Luft um sich herum verdarb. „Denk nur, Cassian“, sagte Elian, seine Augen glänzten. „Genug Gold, um uns unsere eigene schwimmende Insel zu kaufen!“

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Cassian vertraute seinem Bruder, trotz seiner Bedenken. „Was ist Gier anderes als der Wunsch, mehr zu haben, als man braucht?“, sagte Cassian und erinnerte sich an Platons Weisheit. Die Brüder seilten sich an Zöpfen aus Wolkenseide zum smaragdgrünen Blätterdach der Flüsterneden Wälder hinab, der Wind pfiff durch die Bäume.

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Tiefer und tiefer wagten sie sich in den Wald, die Bäume wurden höher und die Schatten länger. Bald fiel Elians Blick auf einen Goldschimmer. „Dort!“, rief er und stieß Cassian beiseite, die Knochenflöte in der Hand seines Bruders ignorierend. Eine kleine, verzierte Truhe lag halb vergraben am Fuße eines knorrigen Baumes.

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Die Truhe quoll über vor schimmernden Goldmünzen. Elian begann, seine Taschen zu füllen, Cassians Warnungen vor dem Flüstern des Waldes ignorierend. „Das gehört uns jetzt!“, höhnte Elian und zog einen Dolch. „Ich habe nicht vor, zu teilen!“ Er stürzte sich auf Cassian, getrieben von einem Durst nach dem Gold, der ihn verzehrte.

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Mit einem schnellen Schlag brachte Elian Cassian zum Schweigen. Er überließ den Körper seines Bruders den Bäumen zum Verrotten und nahm das ganze Gold für sich. Als er sich zum Gehen wandte, hallte ein seltsames Geräusch durch den Wald: eine klagende Melodie, gespielt auf einer Knochenflöte.

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Zurück auf dem Himmelsmarkt tauschte Elian das Gold gegen einen großen Stand und abgefüllte Winde, die seinen Befehlen gehorchen würden. Doch wohin er auch ging, hörte er die leise Melodie einer Knochenflöte. „Phantasie ist wichtiger als Wissen“, spottete er, Einstein zitierend, und versuchte, die schauerliche Melodie zu ignorieren, die ihn verfolgte.

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Die Melodie wurde lauter, eindringlicher. Eines Tages kam ein königlicher Himmelskaufmann vorbei, auf der Suche nach Wind, um seine Segel zu füllen. Elian präsentierte seinen besten abgefüllten Sturm. Doch als der Kaufmann ihn entkorkte, schwoll das Lied der Knochenflöte an. Der Wind schrie nicht von Macht, sondern von Elians Verbrechen.

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Die Menge wandte sich gegen Elian, packte ihn und warf ihn aus dem schwimmenden Markt. Er stürzte in Richtung des Flüsternwaldes, das leise Lied der Knochenflöte das Letzte, was er hörte.

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Der Wald forderte ihn, das Gold, das er begehrte, war nun wertlos. Das einzige Geräusch war der Wind, der durch die Bäume rauschte und das leise, klagende Echo einer Knochenflöte mit sich trug. Und die Gier, die Elians Ehrgeiz antrieb, wurde genau das, was ihn zum Schweigen brachte.