The Story of Prince Agib

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In einer kolossalen, wandernden Baumschule sehnte sich Prinz Agib, belastet von unsichtbarem Reichtum, nach einem Sinn jenseits seines goldenen Käfigs. Sein Vater, der König, regierte mit goldenen Dekreten, doch Agib sehnte sich nach echter Verbindung, nicht nach vergoldeter Verpflichtung. Eine mysteriöse Karte tauchte auf, die von einem verborgenen Reich flüsterte, in dem wahrer Wert nicht in Gold gemessen wurde, und deutete auf eine Prüfung hin, die nur das reinste Herz bestehen konnte. Würde Agib, geblendet von Privilegien, den Mut finden, danach zu suchen?

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Agib saß unter seinen Tutoren, gelangweilt von den Lektionen über Staatskunst und Strategie. Er sehnte sich nach Abenteuer, nach Wissen, das durch Erfahrung erworben wurde, nicht geerbt. „Noch ein Vertrag, noch eine Handelsroute“, seufzte er zu seinem Berater Jafar, einem weisen alten Mann mit freundlichen Augen. „Was nützen Reichtümer, wenn sie uns an die Routine binden?“

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„Neugier ist der Docht in der Kerze des Lernens“, sagte Jafar und zitierte William Arthur Ward, den amerikanischen Motivationsschriftsteller. „Aber unkontrollierte Neugier kann zu dunklen Orten führen, Eure Hoheit.“ Jafar holte eine alte Pergamentkarte hervor. „Ein Kartograph entdeckte dies, versteckt in einem ausgehöhlten Geschichtsbuch. Es spricht von einer Prüfung jenseits des Flüsterwaldes, einem Test der Würdigkeit, nicht des Reichtums.“

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Entgegen dem Wunsch seines Vaters wagte sich Agib mit Jafar in die Flüstern Wälder. Die Bäume ragten hoch und bedrohlich auf, ihre Äste knorrig wie skelettartige Arme. Eine Stimme, scheinbar von den Bäumen selbst, verführte Agib mit Versprechungen von Macht und Reichtum, die seine kühnsten Träume übertrafen. „Nur ein kleines Schmuckstück, Prinz“, säuselte sie, „ein Zeichen deines Wertes.“

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Agib, der für einen Moment von dem Versprechen leicht verdienter Macht beeinflusst wurde, griff nach einem goldenen Amulett, das an einem tief hängenden Ast baumelte. Jafar packte seinen Arm. „Die Liebe zum Geld ist die Wurzel allen Übels, Prinz Agib“, warnte Jafar und zitierte den Apostel Paulus. „Erliegen Sie nicht der Versuchung.“

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Agib ignorierte Jafars Warnung und schnappte sich das Amulett. Sofort erschien ein schimmernder Spiegel vor ihm. Er spiegelte nicht sein wahres Bild wider, sondern eine verzerrte Vision seiner selbst als mächtiger, erobernder König, geschmückt mit goldener Rüstung. „Das könntest du sein, Agib“, flüsterte der Spiegel. „Alles, was du tun musst, ist dir zu nehmen, was dir rechtmäßig zusteht.“

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Überwältigt von der Illusion des Spiegels, stürzte sich Agib darauf. Jafar, der die trügerische Kraft des Spiegels kannte, stieß Agib beiseite und trat selbst in das Spiegelbild. Mit einem blendenden Blitz zersplitterte der Spiegel, und Jafar verschwand. „Jafar!“, rief Agib, von Reue überwältigt.

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Allein stolperte Agib tiefer in den Wald. Er fand eine versteckte Lichtung, wo eine welke, alte Frau neben einem sterbenden Baum saß und weinte. „Mein Baum, meine Lebensquelle, schwindet dahin“, klagte sie. „Nur eine selbstlose Tat kann ihn wiederherstellen.“

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Agib, an Jafars Opfer denkend, warf das goldene Amulett beiseite. Er griff in seine Tasche und holte das Einzige von wahrem Wert heraus, das er bei sich trug: einen Samen, den Jafar ihm gegeben hatte, und gesagt hatte, er stamme vom ersten Baum, der je gewachsen sei, ein Symbol des Potenzials. Er pflanzte ihn an den Fuß des sterbenden Baumes und bewässerte ihn mit seinen Tränen.

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Sofort erwachte der Baum wieder zum Leben, seine Äste reckten sich zum Himmel, Blätter entfalteten sich in einem leuchtenden Grün. Die alte Frau lächelte, ihre Augen funkelten vor Dankbarkeit. Jafar erschien unversehrt neben Agib. Agib, der nun den wahren Wert verstand, kehrte in sein Königreich zurück, nicht länger ein Prinz aus Gold, sondern ein Prinz des Volkes. Das Gold, dem er nachjagte, war genau das, was ihn mit nichts zurückließ.