The Tale of Tsarevich Ivan

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In einem Königreich, gewoben aus Wolken und Träumen, lebten Zarewitsch Iwan, ein Prinz, der sich nach Abenteuern sehnte, und die Baba Jaga, eine Hexe, die vergessene Pfade bewachte. Ihre Welt, die auf schimmernden Himmelsbahnen balancierte, stand am Rande eines Fluches: gestohlenes Sonnenlicht. Nur die Suche eines Helden konnte das Licht wiederherstellen, doch viele waren in den Wald gelockt und in dessen Dunkelheit verloren gegangen. Nun muss Iwan seine Angst überwinden und entscheiden, ob er den Mut hat, es zu versuchen.

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Iwan übte täglich den Schwertkampf, doch sein Herz sehnte sich nach mehr als nur königlichen Pflichten. „Warum starrst du in den Wald, Iwan?“, fragte sein Vater, der Zar. „Er ruft mich“, gestand Iwan. „Hier wächst eine Dunkelheit. Wir brauchen Sonnenlicht, Vater. Ich habe in der Bibliothek gelesen, dass das Königreich fallen wird, wenn wir nicht handeln.“

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In der königlichen Bibliothek flüsterte eine staubige Karte Geheimnisse und leuchtete schwach. „Es ist eine Route durch den Schattenwald“, murmelte Iwan und fuhr eine silberne Linie nach. „Das größte Risiko ist, keines einzugehen“, wie der Philosoph Seneca sagte. „Vater, ich muss gehen“, erklärte er und umklammerte die Karte. Der Zar seufzte: „Nimm diesen Sonnenstein. Möge er deinen Weg leiten und dich beschützen.“

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Die Himmelsbahn stürzte in den Schattenwald, ein Gewirr aus knorrigen Ästen und flüsternden Blättern. „Die Luft fühlt sich schwer an“, bemerkte Iwan und zog sein Schwert. Ein krummer Pfad lockte, übersät mit glitzernden Goldmünzen. Eine Stimme hallte wider: „Nimm sie, Zarewitsch. Reichtümer jenseits deiner Träume erwarten dich!“ Iwan zögerte.

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„Gold ist ein Narrenpreis“, erklärte Iwan und trat eine Münze ins Unterholz. Er ging tiefer, wo der Pfad zu einem kristallklaren Teich führte. In dessen Oberfläche spiegelte sich eine wunderschöne Frau, die ihm zuwinkte: „Komm zu mir, Iwan. Vergiss deine Suche. Hier ist Vergnügen, hier ist Frieden.“ Er hielt inne, gebannt von ihrem Bild. War dies das wahre Licht?

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Plötzlich bebte der Waldboden. Baba Yaga tauchte auf, eine gebeugte Gestalt mit Augen wie glühende Kohlen. „Törichter Junge! Das sind Illusionen, Spiegelungen deiner eigenen Begierden“, kicherte sie. „Du suchst das gestohlene Sonnenlicht? Es liegt jenseits des Spiegelsees, wo sich die Wahrheit offenbart.“ Sie zeigte mit einem knochigen Finger auf einen fernen Gipfel.

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Iwan erreichte den Spiegelsee, dessen Oberfläche ungestört war. Als er hineinsah, erblickte er nicht sein eigenes Spiegelbild, sondern den Schattenwald, der sein Wolkenreich verschlang. „Ich verstehe jetzt“, flüsterte er. „Das gestohlene Sonnenlicht wurde nicht genommen, es wurde weggegeben, eine Münze, ein Vergnügen nach dem anderen. Wie Gandhi sagte: ‚Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.‘“

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Der Sonnenstein pulsierte in Iwans Hand, seine Wärme breitete sich aus. Er hielt ihn hoch und zerschmetterte die Illusion. Das gestohlene Sonnenlicht, gefangen im See, brach hervor und erleuchtete den Schattenwald. Der Weg zur gestohlenen Sonne war nun frei. Iwan rannte mit neuer Entschlossenheit dem Gipfel entgegen.

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Auf dem Gipfel hielt ein Käfig die gestohlene Sonne, deren Licht schwand. Eine schattenhafte Gestalt stand Wache, geschwächt durch den Sonnenstein. Mit einem letzten Kraftakt zerschmetterte Iwan den Käfig und gab das Sonnenlicht frei. Der Schattenwald wich zurück, und das Wolkenreich erstrahlte aufs Neue.

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Iwan kehrte in das Wolkenreich zurück und wurde als Held begrüßt. Doch er wusste, dass der wahre Sieg nicht darin bestand, die gestohlene Sonne zu finden, sondern darin, die Illusionen abzulehnen, die sie überhaupt erst gestohlen hatten. Das Gold, das ihn in Versuchung führte, war genau die Gier, die sein Königreich zerstört hätte, was bewies, dass es keine Abkürzung für Mut und Gerechtigkeit gibt.