The Three Apples

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Im ätherischen Reich, wo die Große Eisenbahn Schlaf und Wachsein überbrückte, lebten drei Seelen, verbunden durch ein einziges, schimmerndes Versprechen. Die alte Elara, die Traumweberin, wachte über die Kreuzung; Kai, der Schläfer, sehnte sich nach einer Liebe jenseits der Träume; und Nyx, der Schattenmakler, begehrte das goldene Herz der Eisenbahn. Ihre Schicksale waren mit drei verzauberten Äpfeln verknüpft – jeder ein Tor zu unvorstellbarer Macht, jeder ein Weg zu unvorhergesehener Gefahr.

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Kai verbrachte seine Tage damit, Träume zu sortieren, zerbrechliche Dinge, die wie Nebel im Morgengrauen verdampften. Er sehnte sich nach einer Verbindung, die die flüchtige Schönheit der Traumlandschaft überstieg. „Was nützen all diese Visionen“, seufzte er, als er zusah, wie ein Zug in der wirbelnden Leere verschwand, „wenn die wahre Liebe unerreichbar bleibt?“

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Ein Flüstern schlich durch die Station: „Einsamkeit ist eine Wahl, Schläfer.“ Nyx trat aus den Schatten, das Gesicht von einer tiefen Kapuze verdeckt. „Die Äpfel bieten mehr als Träume. Sie bieten Realität, Herrschaft, alles, was du begehrst.“ Kai zögerte. „Ungezügeltes Verlangen führt ins Verderben“, warnte Elara von der anderen Seite des Bahnsteigs, ihre Stimme hallte wider von uralter Weisheit.

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„Nimm den goldenen Apfel“, zischte Nyx und streckte Kai eine behandschuhte Hand entgegen. „Stell dir eine Liebe vor, die auf festem Boden gebaut ist, nicht auf flüchtigen Fantasien. Die Macht, dein Schicksal zu gestalten!“ Kais Hand zitterte, als er nach dem verführerischen Glanz des Apfels griff. „Erinnere dich, was Seneca sagte“, rief Elara, „Jeder neue Anfang kommt vom Ende eines anderen Anfangs.“ Was bist du bereit zu beenden, um etwas Neues zu beginnen?

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Kai schnappte sich stattdessen den rubinroten Apfel. „Liebe sollte frei gegeben werden, nicht mit Macht erkauft“, erklärte er und drehte sich zu Nyx um. Der Apfel pulsierte warm in seiner Hand und enthüllte eine Vision einer Frau mit Augen wie Sternenlicht und Haaren wie gesponnenem Mondlicht. „Du hast schlecht gewählt“, knurrte Nyx, das Gesicht vor Wut verzerrt. „Macht ist die einzige Sprache, die dieses Reich versteht.“

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Nyx sprang vor, sein Umhang verwandelte sich in schattenhafte Ranken, die sich Kai entgegen schlängelten. „Die Äpfel gehören der Eisenbahn!“, brüllte er. Kai wich aus, der rote Apfel strahlte Hitze aus, während er auf einen abfahrenden Traumzug zurannte. „Wenn ich sie finden will“, dachte er, sprang gerade noch in den Zug, als sich die Türen schlossen, „muss ich das hier zuerst beschützen.“

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Im Inneren des Traumzugs wirbelten Visionen – fragmentierte Erinnerungen, flüchtige Begierden, halbfertige Realitäten. Den Apfel umklammernd, sah Kai sie wieder, diesmal klarer. Ihr Lachen hallte durch den Waggon. „Wo bist du?“, flüsterte er, während der Zug schneller raste, sein Ziel unbekannt. „Das Herz kennt seine eigene Bitterkeit, und kein Fremder teilt seine Freude“, flüsterte sie.

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Der Zug quietschte in einem verlassenen Bahnhof zum Stehen, der Bahnsteig war zerbrochen und mit Dornen überwuchert. Ein Spiegel stand im Herzen des Bahnhofs und spiegelte Kais Verzweiflung wider. „Du suchst Liebe“, hallte eine Stimme, „aber du kennst dich selbst nicht.“ Nyx stand hinter ihm, einen apfelförmigen Spiegelsplitter in der Hand. „Wahre Liebe beginnt mit Selbsterkenntnis“, flüsterte Elara hinter Nyx. „Wer ist die Person vor dir?“

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Kai schloss die Augen, der rote Apfel brannte in seiner Hand. Er sah nicht das Spiegelbild eines schönen Fremden, sondern eine Vision seiner selbst – seine Hoffnungen, seine Ängste, seine Fähigkeit zu lieben. Er öffnete die Augen, die Dornen verschwanden, und vor ihm stand Elara, ihre Gestalt schimmernd. „Liebe wird nicht gefunden“, sagte sie und lächelte sanft, „sie wird erschaffen.“

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Kai verstand. Die Frau, die er suchte, war kein eigenständiges Wesen, sondern die Verkörperung der Liebe, die er zu schaffen fähig war. Elara lächelte und bot Kai drei schimmernde, neu gewebte Träume an. „Geh jetzt“, sagte sie, „und teile, was du gelernt hast. Denk daran: Der Sinn des Lebens ist es schließlich, es zu leben, Erfahrungen in vollen Zügen zu genießen, begierig und ohne Furcht nach neuen und reicheren Erfahrungen zu greifen.“ – Eleanor Roosevelt. Und so tat er es, trug die Gaben der Liebe und Selbsterkenntnis zurück in die Große Eisenbahn.