The Three Army Surgeons

The Three Army Surgeons — cover The Three Army Surgeons — page 1

In der skurrilen Stadt Eldenwood, wo der Duft von frisch gebackenem Brot sich mit dem Flüstern von Magie vermischte, lebten drei Militärchirurgen: Elara, die schnelle Heilerin; Faelan, der Knochenflicker; und Sorin, der stille Kräuterkundige. Jeder von ihnen sehnte sich nach Anerkennung, fürchtete aber das Scheitern. Sie ahnten nicht, dass eine versteckte Tür in der Bäckerei den Schlüssel nicht nur zu ihren individuellen Wünschen, sondern auch zu ihrem miteinander verknüpften Schicksal barg. Ihre Reise würde ihre Fähigkeiten, ihren Mut und ihre Definition von Heilung auf die Probe stellen.

The Three Army Surgeons — page 2

Elara rückte ihre Brille zurecht, der Duft von Kardamom lag schwer in der Luft. „Wieder ein Tag, wieder eine Ladung heilender Scones“, seufzte sie, ihre Finger kneteten geschickt den Teig. Faelan kicherte: „Wenigstens nähen wir nicht den ganzen Tag Soldaten zusammen. Obwohl, zerbrochene Lebkuchenmänner zu flicken, hat seine eigenen Herausforderungen.“ Ein Metallglanz erregte seine Aufmerksamkeit, versteckt in einem alten Rezeptbuch: ein kunstvoller Messingschlüssel.

The Three Army Surgeons — page 3

„Was meinst du, wofür das ist?“, überlegte Faelan und drehte den Schlüssel in seinen Händen. Sorin, stets aufmerksam, zeigte auf eine schwache Vertiefung in der Bäckereiwand, versteckt hinter einem Wandteppich aus gewebtem Weizen. „Vielleicht“, schlug er vor, seine Stimme sanft wie raschelnde Blätter, „ist es eine Tür zu etwas … mehr.“

The Three Army Surgeons — page 4

Mit einem Klick drehte sich der Schlüssel, und eine verborgene Tür schwang nach innen auf, die einen dunklen Wald enthüllte. „Wer geht zuerst?“, fragte Elara, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. Faelan blähte seine Brust auf. „Ich werde es tun. Ein Chirurg fürchtet keinen Schnitt, sei es Fleisch oder Äste.“

The Three Army Surgeons — page 5

Tiefer im Wald schlang sich eine dornige Ranke um Faelans Knöchel. Er schrie auf und stürzte zu Boden. Sorin kniete neben ihm, seine Finger fuhren über die Wunde. „Das ist kein gewöhnlicher Dorn“, murmelte er und zog ein kleines Fläschchen hervor. Elara entdeckte ein schwaches Glühen unter einer nahe gelegenen Wurzel. „Was ist das?“

The Three Army Surgeons — page 6

Elara grub das Kraut vorsichtig aus. Als sie es hochhielt, enthüllte sein Licht einen verborgenen Teich, dessen Oberfläche wie ein Spiegel war. „Sei vorsichtig, was du dir wünschst“, warnte Sorin und erinnerte sich an die Worte des Sokrates: „Ein unerforschtes Leben ist nicht lebenswert.“ Was du in diesem Spiegel siehst, wird dein wahres Ich zeigen, nicht das, was du sein möchtest.

The Three Army Surgeons — page 7

Elara blickte ins Wasser und erwartete, sich selbst als berühmte Heilerin zu sehen. Stattdessen sah sie ein verängstigtes Mädchen, das sich hinter den Röcken ihrer Mutter versteckte. Faelan sah einen gebrochenen Mann, der seine eigenen Wunden nicht heilen konnte. Sorin sah nur Leere. „Was bedeutet das?“, fragte Faelan.

The Three Army Surgeons — page 8

„Das bedeutet“, sagte Elara, ihre Stimme gewann an Stärke, „wir waren so sehr darauf konzentriert, andere zu heilen, dass wir vergessen haben, uns selbst zu heilen.“ Sie kniete sich neben Faelan und legte das Kraut, anstatt es auf seine Wunde zu legen, auf sein Herz. Eine Wärme breitete sich in ihm aus und heilte nicht seinen Knöchel, sondern seinen Geist.

The Three Army Surgeons — page 9

Als Faelans Geist heilte, wusste Sorin, was zu tun war. Er mischte das restliche Kraut mit Wasser aus dem Teich und schuf so eine Salbe. Als Elara wieder in den Spiegel blickte, sah sie ihr aktuelles Ich, stark und fähig. Gemeinsam heilten sie Faelans Knöchel, ihre vereinten Kräfte waren größer als jede einzelne Heilung.

The Three Army Surgeons — page 10

Als sie in die Bäckerei zurückkehrten, buken sie einen neuen Laib Brot, durchdrungen von der Essenz des Waldes und der Spiegelung des Teiches. Er schmeckte nicht nach Heilung, sondern nach Ganzheit. Und so lernten die Armeewundärzte von Eldenwood, dass wahre Heilung nicht mit Kräutern oder Messern beginnt, sondern mit dem Mut, sich selbst zu heilen.